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Einkommensteuer //

Hochpreisiges Wohnmobil als Gegenstand des täglichen Gebrauchs

Bei einem Gegenstand des täglichen Gebrauchs i. S. von § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 2 EStG muss es sich um einen vorrangig zur Nutzung angeschafften Gebrauchsgegenstand handeln, der bei objektiver Betrachtung dem Wertverzehr unterliegt und/oder kein Wertsteigerungspotenzial aufweist, wobei eine Nutzung an jedem Tag nicht erforderlich ist. Auch Luxusgüter (hier: ein hochpreisiges Wohnmobil) können somit Gegenstände des täglichen Gebrauchs sein.

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Corona //

Mögliche Ansprüche wegen behaupteter Impfschäden gegen den Impfstoff-Hersteller (BGH)

Der BGH hat erstmalig über Auskunfts- und Haftungsansprüche entschieden, die eine gegen das Corona-Virus geimpfte Person wegen behaupteter Impfschäden gegen den Hersteller des Impfstoffs geltend macht. Der Senat hat auf die Revision der Klägerin das Berufungsurteil aufgehoben und die Sache zur neuen Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zurückverwiesen (BGH, Urteil v. 9.3.2026 - VI ZR 335/24).

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Wirtschaftsprüfung //

IDW EQMS 1 und IDW EQMS 2: Entwürfe neuer IDW Qualitätsmanagementstandards (IDW)

Der Hauptfachausschuss (HFA) des IDW hat zwei überarbeitete Standardentwürfe für das Qualitätsmanagement in WP-Praxen verabschiedet: den Entwurf eines IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW EQMS 1 (02.2026)) sowie den Entwurf eines IDW Qualitätsmanagementstandards: Auftragsbegleitende Qualitätssicherung (IDW EQMS 2 (02.2026)).

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Berufsrecht //

Abrechnung im 15-Min-Takt auch bei Unternehmen unzulässig (BRAK)

Die BRAK macht auf ein Urteil des OLG Düsseldorf aufmerksam, wonach Anwälte in ihren AGB nicht vorgeben dürfen, dass bei einem Stundenhonorar nur in 15-Minuten-Intervallen abgerechnet wird. Dies gilt nicht nur – wie der BGH schon entschieden hatte – bei Verbrauchern, sondern auch gegenüber Unternehmen. Sie sind als Mandanten ebenso schutzbedürftig. Eine entsprechende Honorarvereinbarung ist aber nicht generell unwirksam – es muss aber minutengenau abgerechnet werden (OLG Düsseldorf, Urteil v. 13.1.2026 - 24 U 65/22).

Umsatzsteuer national //

Gewinnwirksame Umsatzsteuer-Erstattung in Bauträgerfällen – Keine Erfolgsneutralität ohne vorherige Bilanzierung

Niedersächsisches FG, Urteil v. 2.9.2025 – 13 K 134/24

Das Niedersächsische FG entschied, dass eine Umsatzsteuer-Erstattung in Bauträgerfällen gewinnwirksam zu erfassen ist, wenn zuvor kein entsprechender Erstattungsanspruch aktiviert wurde. Die bloße Buchung über ein Umsatzsteuer-Verbindlichkeitskonto als „durchlaufender Posten“ genügt nicht zur Erfolgsneutralität (Niedersächsisches FG, Urteil v. 2.9.2025 – 13 K 134/24).

Umsatzsteuer national //

Eigenbrauch von selbsterzeugtem Strom aus einer Photovoltaikanlage

Nullsteuersatzregelung des § 12 Abs. 3 UStG ab 1.1.2023?

In der Rubrik Praxisfälle veröffentlichen wir eine Fragestellung zu einem konkreten Sachverhalt, der aktuell im Bereich der Umsatzsteuer von allgemeinem Interesse ist. Die Rubrik Praxisfälle erscheint i. d. R. monatlich. Wenn Sie selbst eine Fragestellung zu einem über den Einzelfall hinaus interessanten Sachverhalt haben, können Sie dieses Thema gerne der Redaktion (ust-direkt-redaktion@nwb.de) vorschlagen. Wir weisen darauf hin, dass eine konkrete Rechtsberatung nicht geleistet werden kann und die Lösungshinweise losgelöst von einem etwaigen Einzelfall aus grundsätzlicher Sicht erfolgen.

Coronahilfen //

Droht Unternehmen eine flächendeckende Rückforderung von Corona-Wirtschaftshilfen?

Das VG Köln hat in zwei nicht rechtskräftigen Urteilen entschieden, dass wegen Verstößen gegen EU-Beihilfenrecht Corona-Wirtschaftshilfen zurückzuzahlen sind (VG Köln, Urteile v. 5.12.2025 - 16 K 717/24 und 16 K 3014/24). Danach können selbst schlussabgerechnete Bewilligungen rückabgewickelt werden. Das führt bei Unternehmen und Beratern zu erheblicher Verunsicherung.

Umsatzsteuer //

Umsatzsteuerliche Fragestellungen rund um die Ferienwohnung

Ferienwohnungen in Deutschland erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit als Kapitalanlage. Bereits im notariellen Kaufvertrag wird oftmals der Verzicht auf die Steuerbefreiung des § 4 Nr. 9 Buchst. a UStG erklärt, sodass die Bruchteilsgemeinschaft als Erwerber aufgrund der Verlagerung der Steuerschuld nach § 13b Abs. 2 Nr. 3 UStG mit Ausstellung der Rechnung zum Steuerschuldner der Umsatzsteuer wird. Die Bruchteilsgemeinschaft wird bereits im Zeitpunkt des Erwerbs zum umsatzsteuerrechtlichen Unternehmer und sollte sich möglichst rasch steuerlich erfassen lassen und sodann in der ersten Umsatzsteuer-Voranmeldung den Vorsteuerabzug geltend machen.

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