Dokument Einnahmen-Überschussrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG

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Grundlagen vom

Einnahmen-Überschussrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG

Rüdiger Happe
Aktuelles

Grundsätzlich sind alle Steuerpflichtigen, die ihren Gewinn durch Einnahmen-Überschussrechnung ermitteln, zur Übermittlung der standardisierten Anlage EÜR nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfernübertragung verpflichtet. In Härtefällen kann die Finanzbehörde auf Antrag weiterhin von einer Übermittlung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfernübertragung verzichten. Für diese Fälle stehen in den Finanzämtern Papiervordrucke der Anlage EÜR zur Verfügung.

A. Problemanalyse

I. Überblick über die Gewinnermittlungsarten

1Das Steuerrecht lässt mehrere Alternativen der Gewinnermittlung zu, wobei der Steuerpflichtige jedoch nicht in jedem Fall die Wahl zwischen diesen Methoden hat. In Betracht kommen die folgenden Methoden:

2Betriebsvermögensvergleich

Der sog. Betriebsvermögensvergleich (auch Bestandsvergleich) setzt ein Bücher führendes und bilanzierendes Unternehmen voraus (§ 4 Abs. 1 EStG). Der Gewinn wird durch Vergleich der Eigenkapitalstände nach der folgenden Formel ermittelt:


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Betriebsvermögen (Eigenkapital) am Schluss des Wirtschaftsjahres
-
Betriebsvermögen am Schluss des vorangegangenen Wirtschaftsjahres
+
Entnahmen
-
Einlagen
=
Gewinn/Verlust

Hinweis

Die Vorschrift des § 5 Abs. 1 EStG stellt eigentlich keine eigenständige steuerliche Gewinnermittlung dar, sondern schreibt für den nach Handelsrecht Bilanzierenden vor, dass das nach den handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelte Betriebsvermögen auch steuerlich anzusetzen ist. Damit würden sich dem Grunde nach handelsrechtlicher und steuerlicher Gewinn entsprechen. In der Praxis ist dies wegen zahlreicher steuerlicher Sondervorschriften jedoch nur selten tatsächlich der Fall.

3Durchschnittssätze

Die Gewinnermittlungsvorschrift des § 13a EStG enthält eine Spezialvorschrift für Land- und Forstwirte.

4Tonnagebesteuerung

Der Gewinn aus dem Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr kann auf Antrag gem. § 5a EStG nach der im Betrieb geführten Tonnage ermittelt werden.

5Einnahmen-Überschussrechnung

Die Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG durch Einnahmen-Überschussrechnung soll die steuerliche Gewinnermittlung für den betroffenen Personenkreis (s. Rn. 21 ff.) vereinfachen. Es entfällt die Einrichtung und das laufende Führen einer umfangreichen Buchführung sowie das Aufstellen von Bilanzen. Was bleibt, ist das Erstellen einer Einnahmen-Überschussrechnung, die, ähnlich wie die Gewinn- und Verlustrechnung beim Bilanzierenden, nach der folgenden Formel den Überschuss ermittelt:


Tabelle in neuem Fenster öffnen
Betriebseinnahmen
-
Betriebsausgaben
=
Gewinn/Verlust

6Voraussetzung: Gewinneinkünfte

Alle diese Gewinnermittlungsarten setzen allerdings voraus, dass steuerlich Gewinnermittlungseinkünfte vorliegen. Das Steuerrecht kennt sieben Einkunftsarten, von denen drei als Gewinn-, die übrigen vier als Überschusseinkunftsarten bezeichnet werden. Bei den letzteren werden die Einkünfte aus dem Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten errechnet.


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Einkünfte aus:
Art der Einkunftsermittlung:
Land- und Forstwirtschaft
Gewinnermittlung
Gewerbebetrieb
Gewinnermittlung
Selbständiger Arbeit
Gewinnermittlung
Nichtselbständiger Arbeit
Überschusseinkunftsart
Kapitalvermögen
Überschusseinkunftsart
Vermietung und Verpachtung
Überschusseinkunftsart
Sonstige Einkünfte
Überschusseinkunftsart

7-9 Einstweilen frei

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