Markus Rotter, Andreas Demleitner, Jana Greiser, Christian Kahlenberg, Peter Kollenbroich, Ronald Lehmann, Matthias Meyer, Marcel Mies, Rolf-Rüdiger Radeisen, Timo Unterberg

Immobilien im Unternehmensvermögen

1. Aufl. 2021

ISBN der Online-Version: 978-3-482-01421-5
ISBN der gedruckten Version: 978-3-482-68011-3

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Immobilien im Unternehmensvermögen (1. Auflage)

7 Der „Exit“ bei Immobilien im Unternehmensvermögen beschränkt Steuerpflichtiger

7.1 Einführung

2001Die Beendigung einer Immobilieninvestition kann in unterschiedlicher Weise erfolgen. In Betracht kommen der finale und unmittelbare Exit durch Verkauf der Immobilie (Asset Deal) und der mittelbare Exit durch Veräußerung einer Beteiligung an einer Personen- oder Kapitalgesellschaft, die eine inländische Immobilie in ihrem Vermögen hält (Share Deal).

2002Die nachstehenden Ausführungen befassen sich mit der Veräußerung von inländischem Immobilienvermögen bei Inboundinvestitionen durch Steuerausländer. Als Steuerausländer gelten Steuerpflichtige, die mangels Wohnsitzes (§ 8 AO) oder gewöhnlichen Aufenthalts (§ 9 AO) bzw. mangels Sitzes (§ 10 AO) oder Geschäftsleitung (§ 11 AO) im Inland nicht der deutschen Steuerpflicht nach dem Einkommensteuer- oder Körperschaftsteuergesetz unterliegen.

Sie können im Inland allenfalls die beschränkte Steuerpflicht nach § 1 Abs. 4 EStG begründen, sofern sie inländische Einkünfte i.  S.  des § 49 EStG erzielen. In Konstellationen, bei denen mit dem anderen Staat ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) vereinbart wurde, sind – sofern die Ansässigkeit, d. h. die unbeschränkte Steuerpflicht im ausländischen (Wohnsitz-)Staat gegeben ist – zusätzl...