Dokument Gebäudeabschreibung im Betriebs- und Privatvermögen (EStG)

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infoCenter (Stand: Oktober 2019)

Gebäudeabschreibung im Betriebs- und Privatvermögen (EStG)

Falco Hänsch

1. Anwendungsbereich

Die Aufwendungen für die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für ein der Einkunftserzielung dienendes Gebäude sind bei der Ermittlung der zu besteuernden Einkünfte als Absetzungen für Abnutzung (AfA) verteilt auf die Nutzungsdauer zu berücksichtigen (§ 7 Abs. 4–5a EStG): Dies gilt unabhängig davon, ob die Einkünfte von einer natürlichen oder einer nicht natürlichen Person (§§ 1, 2 KStG) bezogen werden. Weiter ist es unerheblich, ob dies in einem Betriebsvermögen als Anlagevermögen (§ 2 Abs. 2 Nr. 1 EStG; § 7 EStG) oder im Privatvermögen (§ 2 Abs. 2 Nr. 2 EStG; § 9 Abs. 1 Nr. 7 EStG; § 7 EStG) erfolgt.

Absetzungen für außergewöhnliche technische oder wirtschaftliche Abnutzung (AfaA) sind zulässig (§ 7 Abs. 1 Satz 7 EStG). Bei Zugehörigkeit des Gebäudes zu einem Betriebsvermögen kann bei der Gewinnermittlung durch Bestandsvergleich (§ 4 Abs. 1 EStG; § 5 EStG) die Abschreibung auf den niedrigeren Teilwert vorgenommen werden (§ 6 Abs. 1 Nr. 1 EStG); es besteht jedoch ein Wertaufholungsgebot sowohl nach einer AfaA als auch nach einer Teilwertabschreibung.

Aufgrund zeitlich befristeter Regelungen können bei bestimmten Gebäudeinvestitionen neben der AfA Sonderabschreibungen oder anstelle der AfA erhöhte Absetzungen zulässig sein.

Die handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschri...

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