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StuB Nr. 3 vom Seite 1

Bilanzreport 2025 …

Dipl.-Ök. Patrick Zugehör | Verantw. Redakteur | stub-redaktion@nwb.de

... Darstellung ausgewählter Bilanzierungssachverhalte

StuB-Herausgeber Dr. Norbert Lüdenbach stellt im Bilanzreport wieder ausgewählte Bilanzierungssachverhalte des letzten Jahres vor. So ergeben sich z. B. aus der stufenweisen Körperschaftsteuersatzsenkung komplexe Fragestellungen für die Bilanzierung latenter Steuern. Aktuell wird auch kurz auf das neue BMF-Schreiben zur Abgrenzung von Erhaltungsaufwendungen gegenüber Herstellungs-/Anschaffungskosten bei Gebäuden eingegangen. Dieses steht teilweise in Widerspruch zu IDW RS IFA 1. Dies wirft dann Fragen nach der Maßgeblichkeit der Handels- für die Steuerbilanz auf.

Enforcement 2026: ESMA- und BaFin-Prüfungsschwerpunkte

Die ESMA-Prüfungsschwerpunkte für das Jahr 2025 gliedern sich wie im Vorjahr in drei Themenbereiche auf. Im Mittelpunkt der IFRS-Abschlüsse steht (weiterhin) die Abbildung geopolitischer Risiken und Unsicherheiten und deren Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung. Daneben wird auf die Einhaltung der Anforderungen an die Segmentberichterstattung geachtet. Im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung wurden die im Vorjahr definierten Prüfungsschwerpunkte vorgetragen. Mit Blick auf die ESEF-Berichterstattung fokussiert die ESMA häufige Fehler bei der Auszeichnung der Kapitalflussrechnung. Die BaFin schließt sich an den ESMA-Gedankengang einer realistischen Darstellung in den Abschlüssen an und ergänzt diesen um den nationalen Fokus auf die Abbildung makroökonomischer Auswirkungen im Lagebericht. Adrienn Szabo, Thorsten Stark und Daniel Schubert geben einen Überblick.

Verlustrücktrag bei unterjährigem Beteiligungserwerb nach § 8c KStG

Mit hat der BFH eine wichtige Entscheidung zur Verlustverrechnung nach § 8c KStG getroffen und der Ansicht der Finanzverwaltung widersprochen, wonach § 8c KStG bei Verlusten, die bis zum Zeitpunkt des schädlichen Beteiligungserwerbs entstanden sind, den Verlustrücktrag in vorangegangene Veranlagungszeiträume ausschließt. Die Begründung dieses Urteils sowie die praktischen Auswirkungen werden im Beitrag von Prof. Dr. Hans Ott diskutiert.

Vorbehaltensfrist des § 6a Satz 4 GrEStG bei einer Ausgliederung zur Aufnahme

Die grunderwerbsteuerliche Konzernklausel nach § 6a GrEStG spielt in der Transaktionspraxis eine maßgebliche Rolle bei der Abmilderung konzernumwandlungs- und -einbringungsbedingter Grunderwerbsteuereffekte. Wie so oft, steckt der Teufel aber im Detail und es kommt immer wieder zu Streitigkeiten über die Auslegung der einzelnen Tatbestandsmerkmale, insbesondere der Definition des „herrschenden Unternehmens“ und – wie auch im Fall des – der erforderlichen Vor- und Nachbehaltensfristen. Der Beitrag von Dr. Cora Bickert und Christian Selzer zeichnet den bisherigen Rechtsprechungsweg des BFH in Bezug auf die Einhaltung der fünfjährigen Vorbehaltensfrist nach und ordnet das aktuelle Besprechungsurteil zum Fall der Ausgliederung zur Aufnahme ein.

Bleiben Sie zuversichtlich!

Patrick Zugehör

Fundstelle(n):
StuB 3/2026 Seite 1
VAAAK-09451