Suchen Barrierefrei

Berufsrecht

Beruf //

Fortbildungspflichten von Fachanwälten und Fachberatern

Zu den Grundpflichten von Rechtsanwälten und Steuerberatern zählt die Pflicht zur Fortbildung. Besonders hervorzuheben ist dabei die Pflicht zur Fortbildung von Berufsträgern, die aufgrund einer Bezeichnung als Fachanwalt oder Fachberater besonderes Vertrauen von Mandanten in ihre Expertise in Anspruch nehmen. Zwar befasst sich aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nur mit der anwaltlichen Fortbildungspflicht und Sanktionen bei Verstößen gegen sie. Die Entscheidungen sind aber auch für Fachberater von großer Relevanz.

Beruf //

Vom Gehalt zum Mitarbeiterhonorar

In Zeiten von Fachkräftemangel, wachsendem Wettbewerbsdruck und steigendem Anspruch an eine moderne Führungskultur rückt das Thema Mitarbeitervergütung stärker denn je in den Fokus von Steuerkanzleien. Doch was bedeutet eigentlich ein faires Gehalt und wie kann ein Vergütungssystem aussehen, das sowohl Leistung anerkennt als auch Motivation fördert und Bindung schafft? Ein fundierter und praxisnaher Vorschlag geht weg vom klassischen Gehaltsdenken hin zum Konzept des Mitarbeiterhonorars. Es handelt sich um ein System, das sich an der Logik moderner Honorarstrukturen, die bereits in der Mandantenabrechnung etabliert sind, orientiert.

Beruf //

9. Steuerberatungsänderungsgesetz: Für den Erhalt der Unabhängigkeit!

Im politischen Berlin werden aktuell grundlegende Weichen für die Steuerberatungsbranche, für Unternehmen sowie Verbraucher gestellt. Seit einiger Zeit nutzt die Private Equity-Branche eine unsichere Rechtslage, um sich an Steuerkanzleien zu beteiligen. Das BMF möchte diese Entwicklung mit dem Referentenentwurf zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes stoppen – und trifft auf den Widerstand des Bundeswirtschaftsministeriums und der Befürworter von Private Equity-Beteiligungen. Das BMF hat hingegen sehr gute Gründe auf seiner Seite. Fondsmanager haben keinen sinnvollen Platz am Tisch des Berufsstands.

Beruf //

Beteiligungen von Investoren an Kanzleien und Beteiligungen von Steuerberatern an gewerblichen Unternehmen

Die Branche sucht gerade in Zeiten der Digitalisierung, des Fachkräftemangels und der Prozessoptimierung durch Künstliche Intelligenz (KI/AI) zunehmend nach Neuausrichtungen. Nicht wenige Berufsausübungsgesellschaften erwägen die Aufnahme von berufsfremden Gesellschaftern oder gar Investoren. Der Anfang August vom Bundesfinanzministerium veröffentlichte Entwurf eines Neunten Gesetzes zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes enthält mit § 55a Abs. 1 StBerG-E allerdings eine Regelung, die die Möglichkeiten zum Einstieg von (ausländischen) Investoren in deutsche Steuerkanzleien deutlich zuungunsten der Berufsträgerschaft verschlechtern würde. Lüth, 9. Steuerberatungsänderungsgesetz: Für den Erhalt der Unabhängigkeit!, NWB 48/2025 S. 3238

Beruf //

Zur Reichweite der Pflicht des Steuerberaters zur Sachverhaltsaufklärung

Eine Entscheidung des OLG Düsseldorf (Beschluss v. 13.8.2024 - 23 U 25/23, FAAAJ-98423) macht deutlich, dass bei der Mandatsbearbeitung eine aktive und zielgerichtete Kommunikation des Steuerberaters mit dem Mandanten unerlässlich ist, um möglichst sicherzustellen, dass der Steuerberater bei seiner steuerrechtlichen Bearbeitung von zutreffenden Sachverhalten ausgeht.

Beruf //

KI in der steuerlichen Praxis – verschiedene Akteure, verschiedene Perspektiven

Am 9.4.2025 veranstaltete die Sektion Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen des Young IFA Network Deutschland e. V. in Leipzig eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Künstliche Intelligenz“ (KI) in der steuerlichen Praxis. Die International Fiscal Assocation (IFA) ist eine nichtstaatliche internationale Organisation, die sich mit Steuerfragen beschäftigt. Die Young IFA vereinigt alle Mitglieder unter 40 Jahren. Es wurden die verschiedenen Perspektiven der Akteure der steuerlichen Praxis auf Chancen und Herausforderungen des KI-Einsatzes in der steuerlichen Praxis diskutiert. Borgmeier, RABE - Ein weiterer Schritt zur digitalen Steuerwelt: Chancen, Risiken und der praktische Ablauf der Belegreferenzierung, NWB 45/2025 S. 3046

Beruf //

Beratung im Steuerstrafrecht durch den Steuerberater

Steuerberater sind zur Hilfeleistung in Steuerstrafsachen und Bußgeldsachen wegen einer Steuerordnungswidrigkeit befugt. Sie können dabei in den von der Finanzbehörde selbstständig durchgeführten Strafverfahren wegen Steuerstraftaten zu Verteidigern gewählt werden. Die Entscheidung, eine solche Verteidigung zu übernehmen, verlangt ebenso wie die Verteidigung selbst die Prüfung verschiedener Aspekte und auch Risiken, die mit einer Strafverteidigung im Allgemeinen und in Bezug auf das Steuerstrafrecht verbunden sind.

IDW //

Modernisierung des WP-Berufsrechts

Anfang April dieses Jahres legte die neue Bundesregierung den „Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Berufsrechts der Wirtschaftsprüfer“ (BT-Drucks. 21/16) vor. Darin sollen u. a. die Einführung eines Syndikus WP, die Beteiligung nicht berufsangehöriger Mitarbeiter an WP-Gesellschaften und eine Klarstellung zum generellen Fremdbesitzverbot (neu) geregelt werden. Kürzlich hat das IDW dazu Stellung genommen und die geplanten Änderungen begrüßt, allerdings auch kritische Hinweise und Änderungsanmerkungen vorgetragen, u. a. zur Ausgestaltung des Syndikus-WP und zum Fremdbesitzverbot. Bei der Ausgestaltung des Syndikus-WP nach dem Gesetzentwurf sieht das IDW wie auch der Bundesrat bei der Altersversorgung die Gefahr einer Zwangsmitgliedschaft sowohl in der Deutschen Rentenversicherung, als auch im WP-Versorgungswerk und seinen generellen Ausschluss von der gesetzlichen Abschlussprüfung oder Nachhaltigkeitsberichtsprüfung hält das IDW aus Bedenken in Bezug auf die Unabhängigkeit nicht für erforderlich. Auch die Klarstellung im Gesetzesentwurf, dass reine Kapitalbeteiligungen an WP-Gesellschaften weiterhin unzulässig bleiben sollen, sollte der Gesetzgeber nach Auffassung des IDW angesichts der Rechtslage in anderen EU-Mitgliedstaaten sowie der Entwicklung der EuGH-Rechtsprechung prüfen und nach möglichen Alternativen zum generellen Fremdbesitzverbot suchen.

Beruf //

Fünf Fehler in der Mandantenberatung und wie man sie vermeidet

Beratungserfolg in Steuerkanzleien hängt heute nicht mehr allein von der fachlichen Qualität ab. Viel entscheidender ist die Fähigkeit, Beratungsprozesse klar zu strukturieren, Kommunikation verbindlich zu gestalten und die Mandantenbeziehung aktiv zu entwickeln. Das Ziel einer Kanzlei muss es sein, zentrale Schwachstellen in der täglichen Praxis zu erkennen und systematisch Maßnahmen zu ergreifen, um – typische – Fehler dauerhaft zu vermeiden.

Beruf //

Die neue Steuerberatervergütungsverordnung – Änderungen zum 1.7.2025

Die Gebührensätze der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) wurden zuletzt im Jahr 2020 geändert. Nach fünf Jahren war es an der Zeit, sie anzuheben und einzelne Gebührentatbestände anzupassen. Zum 1.7.2025 tritt die geänderte StBVV in Kraft (vgl. Fünfte Verordnung zur Änderung der Steuerberatervergütungsverordnung v. 31.3.2025, BGBl 2025 I Nr. 105). Wesentliche Aspekte der Neuerungen sind eine moderate Erhöhung der Vergütung und eine Angleichung an die Regelungen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG).

Beruf //

Empfehlungen für die Bearbeitung von Mandaten aus dem Vereinsbereich

Die Anerkennung ihrer Gemeinnützigkeit ist für viele Vereine entscheidend, da die mit der Gemeinnützigkeit verbundenen Steuervorteile nicht nur die praktische Vereinsarbeit und die öffentliche Wirkung des Vereins beeinflussen, sondern auch dessen finanzielle Spielräume. Für die i. d. R. steuerlich nicht versierte Vereinsführung ist das gemeinnützige Steuerrecht nicht ohne Risiko. Werden die gesetzlichen Vorgaben nicht eingehalten, droht der Verlust der Gemeinnützigkeit, sodass heutzutage viele Vereinsvorstände die Expertise eines Steuerberaters zu ihrer Unterstützung in Anspruch nehmen (müssen). Die Beratung in diesem Bereich setzt sichere Kenntnisse voraus, die es ermöglichen, Vorstände durch die Untiefen des Gemeinnützigkeitsrechts zu lenken.

Loading...