Dokument Latente Steuern (HGB)

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infoCenter (Stand: November 2019)

Latente Steuern (HGB)

Daniel Utz und und Ingo Frank

1. Zweck

Mit der Einführung des BilMoG wurde die Bilanzierung latenter Steuern in § 274 HGB neu geregelt. Ziel des Gesetzgebers war es, eine höhere internationale Vergleichbarkeit der Jahresabschlüsse zu gewährleisten. Erreicht wurde dies durch eine starke Annäherung des Konzepts zum Ausweis latenter Steuern an die internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS).

Die wesentlichen Änderungen betrafen die Abkehr von der bis dahin gültigen GuV-orientierten hin zu einer bilanzorientierten Abgrenzung latenter Steuern. Darüber hinaus wurde erstmalig die Verpflichtung zur Einbeziehung bestehender Verlustvorträge bei der Ermittlung aktiver latenter Steuern gesetzlich festgeschrieben.

Ziel der Neuregelung der latenten Steuern ist ein zutreffender Ausweis der Vermögensverhältnisse des Unternehmens. Ohne die Bilanzierung latenter Steuern wird das handelsbilanzielle Jahresergebnis durch den Ausweis des steuerbilanziellen Steueraufwands verfälscht. Erst durch die Anpassung der auf Basis der steuerlichen Vorschriften ermittelten betrieblichen Steuern durch die Bildung latenter Steuern erfolgt ein zutreffender handelsrechtlicher Steuerausweis.

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