Dokument Reinvestitionsrücklage (§ 6b EStG)

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infoCenter (Stand: Mai 2019)

Reinvestitionsrücklage (§ 6b EStG)

Stefan Kolbe
Aktuell:

Durch Art. 1 des Gesetzes zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften vom (BStBl. I 2018, 1377) ist in § 6b Abs. 2a EStG eine Verzinsungsregelung für die Fälle eingeführt worden, dass die nach § 6b Abs. 2a Satz 1 EStG begünstigte Anschaffung oder Herstellung vom Stpfl. nicht nachgewiesen wird (§ 6b Abs. 2a Satz 4 EStG) oder die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der angeschafften/hergestellten Wirtschaftsgüter den Gewinn im Sinne des § 6b Abs. 2 EStG unterschreiten (§ 6b Abs. 2a Satz 5 EStG). Die Vorschrift gilt erstmals für Gewinne, die in einem nach dem beginnenden Wirtschaftsjahr entstanden sind (§ 52 Abs. 14 Satz 3 EStG).

1. Begriff

Bei der Veräußerung von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens können aufgrund der in diesen Wirtschaftsgütern verhafteten stillen Reserven erhebliche, der sofortigen Besteuerung unterliegende Gewinne entstehen. Soll der erzielte Erlös zur Anschaffung oder Herstellung anderer Wirtschaftsgüter des Betriebsvermögens verwendet werden, kann die sofortige Besteuerung notwendige Umstrukturierungsmaßnahmen erschweren. Zur Vermeidung dieses Effekts hat der Gesetzgeber die Vorschriften des § 6b EStG eingeführt, mit denen die erfolgsneutrale Übertragung des Gewinns erm...

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