Titel II: Stehendes Gewerbe
II: Erfordernis besonderer Überwachung oder Genehmigung
B. Gewerbetreibende, die einer besonderen Genehmigung bedürfen
§ 33f Ermächtigung zum Erlass von Durchführungsvorschriften [1] [2] [3]
(1) Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie kann zur Durchführung der §§ 33c, 33d, 33e und 33i im Einvernehmen mit dem Bundesministerium des Innern, dem Bundesministerium für Gesundheit und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und mit Zustimmung des Bundesrates durch Rechtsverordnung zur Eindämmung der Betätigung des Spieltriebs, zum Schutze der Allgemeinheit und der Spieler sowie im Interesse des Jugendschutzes
die Aufstellung von Spielgeräten oder die Veranstaltung von anderen Spielen auf bestimmte Gewerbezweige, Betriebe oder Veranstaltungen beschränken und die Zahl der jeweils in einem Betrieb aufgestellten Spielgeräte oder veranstalteten anderen Spiele begrenzen,
Vorschriften über den Umfang der Befugnisse und Verpflichtungen bei der Ausübung des Gewerbes erlassen,
für die Zulassung oder die Erteilung der Unbedenklichkeitsbescheinigung bestimmte Anforderungen stellen an
die Art und Weise des Spielvorgangs,
die Art des Gewinns,
den Höchsteinsatz und den Höchstgewinn,
das Verhältnis der Anzahl der gewonnenen Spiele zur Anzahl der verlorenen Spiele,
das Verhältnis des Einsatzes zum Gewinn bei einer bestimmten Anzahl von Spielen,
die Mindestdauer eines Spiels,
die technische Konstruktion und die Kennzeichnung der Spielgeräte,
personenungebundene Identifikationsmittel, die der Spieler einsetzen muss, um den Spielbetrieb an einem Spielgerät zu ermöglichen, insbesondere an deren Ausgabe, Aktivierung, Gültigkeit und Sicherheitsmerkmale,
die Bekanntgabe der Spielregeln und des Gewinnplans sowie die Bereithaltung des Zulassungsscheines oder des Abdruckes des Zulassungsscheines, des Zulassungsbeleges, der Unbedenklichkeitsbescheinigung oder des Abdruckes der Unbedenklichkeitsbescheinigung,
Vorschriften über den Umfang der Verpflichtungen des Gewerbetreibenden erlassen, in dessen Betrieb das Spielgerät aufgestellt oder das Spiel veranstaltet werden soll,
die Anforderungen an den Unterrichtungsnachweis nach § 33c Absatz 2 Nummer 2 und das Verfahren für diesen Nachweis sowie Ausnahmen von der Nachweispflicht festlegen.
(2) Durch Rechtsverordnung können ferner
das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium des Innern und mit Zustimmung des Bundesrates
das Verfahren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt bei der Prüfung und Zulassung der Bauart von Spielgeräten sowie bei der Verlängerung der Aufstelldauer von Warenspielgeräten, die auf Volksfesten, Schützenfesten oder ähnlichen Veranstaltungen aufgestellt werden sollen, und die ihrer Konstruktion nach keine statistischen Prüfmethoden erforderlich machen, regeln und
Vorschriften über die Gebühren und Auslagen für individuell zurechenbare öffentliche Leistungen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt erlassen;
das Bundesministerium des Innern im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und mit Zustimmung des Bundesrates
das Verfahren des Bundeskriminalamtes bei der Erteilung von Unbedenklichkeitsbescheinigungen regeln und
Vorschriften über die Gebühren und Auslagen für individuell zurechenbare öffentliche Leistungen des Bundeskriminalamtes erlassen.
Fundstelle(n):
zur Änderungsdokumentation
EAAAB-27042
1Anm. d. Red.: § 33f i. d. F. der VO v. (BGBl I S. 1474) mit Wirkung v. .
2Anm. d.
Red.: Gem. Art. 3 Abs. 10 i. V. mit Art. 7 Abs. 2 Gesetz v.
(BGBl I S.
1666) wird § 33f Abs. 2 Nr. 2 mit Wirkung v. 1. 10.
2019 wie folgt gefasst:
„2.
das Bundesministerium des Innern im Einvernehmen mit dem
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und mit Zustimmung des Bundesrates
das Verfahren des Bundeskriminalamtes bei der Erteilung von
Unbedenklichkeitsbescheinigungen regeln.“
3Anm. d.
Red.: Gem. Art. 4 Abs. 58 i. V. mit Art. 7 Abs. 3 Gesetz v.
(BGBl I S.
1666) wird § 33f Abs. 2 Nr. 1 mit Wirkung v. 1. 10.
2021 wie folgt gefasst:
„1.
das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im
Einvernehmen mit dem Bundesministerium des Innern und mit Zustimmung des
Bundesrates das Verfahren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt bei der
Prüfung und Zulassung der Bauart von Spielgeräten sowie bei der Verlängerung
der Aufstelldauer von Warenspielgeräten, die auf Volksfesten, Schützenfesten
oder ähnlichen Veranstaltungen aufgestellt werden sollen, und die ihrer
Konstruktion nach keine statistischen Prüfmethoden erforderlich machen,
regeln;“.