VwGO § 62

Teil II: Verfahren

7. Abschnitt: Allgemeine Verfahrensvorschriften

§ 62 Prozessfähigkeit [1]

(1) Fähig zur Vornahme von Verfahrenshandlungen sind

  1. die nach bürgerlichem Recht Geschäftsfähigen,

  2. die nach bürgerlichem Recht in der Geschäftsfähigkeit Beschränkten, soweit sie durch Vorschriften des bürgerlichen oder öffentlichen Rechts für den Gegenstand des Verfahrens als geschäftsfähig anerkannt sind.

(2) Betrifft ein Einwilligungsvorbehalt nach § 1903 des Bürgerlichen Gesetzbuchs den Gegenstand des Verfahrens, so ist ein geschäftsfähiger Betreuer nur insoweit zur Vornahme von Verfahrenshandlungen fähig, als er nach den Vorschriften des bürgerlichen Rechts ohne Einwilligung des Betreuers handeln kann oder durch Vorschriften des öffentlichen Rechts als handlungsfähig anerkannt ist.

(3) Für Vereinigungen sowie für Behörden handeln ihre gesetzlichen Vertreter und Vorstände.

(4) §§ 53 bis 58 der Zivilprozessordnung gelten entsprechend.

Fundstelle(n):
zur Änderungsdokumentation
CAAAA-76451

1Anm. d. Red.: § 62 i. d. F. des Gesetzes v. (BGBl I S. 2840) mit Wirkung v. .

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