Dokument Verluste bei beschränkter Haftung (§ 15a EStG)

Dokumentvorschau

STFAN Nr. 10 vom 10.10.2019 Seite 6
Dipl.-Finw. (FH) Florian Becker; Koblenz

Kommanditisten einer Kommanditgesellschaft (KG) haften für Verluste der KG grundsätzlich nur in Höhe ihrer Einlage. § 15a EStG soll sicherstellen, dass ein Kommanditist darüber hinaus auch keine negativen steuerlichen Einkünfte geltend machen kann. Der nachfolgende Beitrag gibt einen kleinen Einblick in die komplexe Vorschrift des § 15a EStG.

Zivilrechtliche Grundlage

Bei den Kommanditisten einer KG ist deren Haftung gegenüber den Gläubigern der Gesellschaft auf den Betrag ihrer Vermögenseinlage beschränkt (§ 161 Abs. 1 HGB). An Verlusten der KG nimmt der Kommanditist nur teil, bis sein Kapitalanteil (Kapitalkonto) sich auf 0 € beläuft. Sollte der Kommanditist seine Einlage noch nicht vollständig erbracht haben, nimmt er auch in Höhe seiner noch rückständigen Einlage an Verlusten der Gesellschaft teil (§ 167 Abs. 3 HGB). Die Haftung des Kommanditisten ist ausgeschlossen, soweit seine Einlage geleistet ist (§ 171 Abs. 1 HGB). Bei fortdauernden Verlusten der KG oder gar einer Insolvenz kann der Kommanditist höchstens seine geleistete Einlage verlieren. Darüber hinaus besteht für ihn keine wirtschaftliche Belastung.

Zweck des § 15a EStG

§ 15a EStG knüpft an die zivilrechtliche Regelung, dass der Kommanditist über seine Einlage hinaus bei Verlusten der KG nicht wirtschaftlich...

Erwerben Sie das Dokument, um den gesamten Inhalt lesen zu können.
;

Diese Website verwendet ausschließlich funktionale Cookies,

die notwendig sind, um den vollen Funktionsumfang unseres Datenbank-Angebotes sicherzustellen.
Lesen Sie auch unsere Datenschutzerklärung!

Cookies akzeptieren