V. Wahl der Gewinnermittlungsmethode
Jahrgang 2019
Auflage 15
ISBN der Online-Version: 978-3-482-55205-2
ISBN der gedruckten Version: 978-3-482-54275-6

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Die Einnahmenüberschussrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG (15. Auflage)

V. Wahl der Gewinnermittlungsmethode

247Da die einzelnen Gewinnermittlungsarten Vor- und Nachteile haben, wegen unterschiedlicher Anknüpfungspunkte zu verschieden hohen Periodengewinnen und infolge der progressiven Abschnittsbesteuerung zu einer divergierenden Gesamtsteuerlast führen, ist die Wahl der Gewinnermittlungsart ein wichtiger betrieblicher Entscheidungs- und Gestaltungsfaktor. Soweit die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt werden, steht es im Ermessen des Stpfl., durch die Art seiner Aufzeichnungen die jeweilige Gewinnermittlungsmethode zu wählen. Zur Einnahmenüberschussrechnung ist der Stpfl. dann berechtigt, wenn folgende Zulassungsvoraussetzungen sämtlich erfüllt werden:

  • keine gesetzliche Buchführungspflicht nach den §§ 140, 141 AO,

  • keine freiwillige Buchführung,

  • keine Verpflichtung zur Durchschnittssatzgewinnermittlung gem. § 13a Abs. 1 EStG,

  • Verpflichtung zur Durchschnittssatzgewinnermittlung gem. § 13a EStG, es wurde jedoch ein Antrag auf Vornahme der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 1 EStG oder nach § 4 Abs. 3 EStG gestellt,

  • die für die § 4 Abs. 3 EStG-Rechnung erforderlichen Aufzeichnungen werden geführt.

Die Vorschrift des § 4 Abs. 3 EStG ist eine Kann-Vorschrift. Selbst wenn daher die Voraussetzungen für ihre Anwendung gegeben sind, braucht von der in ihr vorgeseh...

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