BBK Nr. 10 vom 18.05.2018 Seite 445

Die neue Nachtragsberichterstattung – Status quo und best practice nach BilRUG

Christoph Linkemann | verantw. Redakteur | bbk-redaktion@nwb.de

[i]Philipps, Checkliste für den Anhang der mittelgroßen GmbH sowie der mittelgroßen GmbH & Co. KG, Arbeitshilfe [FAAAG-77174] Mit dem BilRUG hat der Gesetzgeber den Nachtragsbericht über Vorgänge von besonderer Bedeutung mit § 285 Nr. 33 HGB für den Jahresabschluss neu kodifiziert und in den Anhang integriert. Gleichzeitig hat er den Kreis der angabepflichtigen Vorgänge auf wertbegründende Ereignisse beschränkt, und es sind Angaben zu machen zur Art des Vorgangs und zu seinen finanziellen Auswirkungen. Die Neuregelungen gelten für Wirtschaftsjahre mit Beginn nach dem und betreffen Unternehmen ab dem Mittelformat. Wie immer bei Neuerungen im Anhang stellt sich die Frage der konkreten Umsetzung. hat für seinen Beitrag ab deshalb die publizierten Jahresabschlüsse von 130 kapitalmarktorientierten Unternehmen analysiert. Sein Ziel war, den Status quo der Nachtragsberichterstattung abzuleiten, dabei geht er den Fragen nach: Wo wurde berichtet? Wie wurde die Berichterstattung formal in die übrigen Informationen eingebunden? Welche Vorgänge hielten die Unternehmen in welcher Form für berichtenswert und last but not least: Lässt sich schon eine best practice der neuen Nachtragsberichterstattung erkennen?

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt [i]Wiechers, Erstellung und Prüfung des Lageberichts im Mittelstand, dreiteilige Reihe, Teil 1: BBK 4/2017 S. 177 [NAAAG-37399] auch unser langjähriger Stammautor : Seine Fallstudie ab in diesem Heft widmet sich dem Lagebericht eines Bauunternehmens und der Frage, ob die wesentlichen Berichtspflichten dort eingehalten werden. Er unterstreicht mit seinem Beispiel, dass im Hinblick auf das Rating etwa von Hausbanken, Lieferanten oder Großkunden eine professionelle, adressatengerechte und transparente Berichterstattung auch für mittelständische Unternehmen inzwischen honoriert wird. Mehr denn je ergänzen sich Jahresabschluss und Lagebericht zu einer der wichtigsten Visitenkarten eines Unternehmens.

Außerdem in diesem [i]Eggert, Bp-Anpassungen im Jahresabschluss – Beitragsreihe, Übersicht über alle bisher erschienenen Teile unter [UAAAG-78115] Heft: führt seine Beitragsreihe zu den Bp-Anpassungen an den Jahresabschluss mit dem Teil 4 fort und zeigt diesmal die Methodik der Anpassungsarbeiten. Dabei ist strikt zu unterscheiden zwischen Handels- und Steuerbilanz und ob die Anpassung eine gewichtige Änderung ergibt. Eine Übersicht über alle bisher erschienenen Teile der Reihe finden Sie in der NWB Datenbank unter [UAAAG-78115]. analysiert ebenfalls eine best practice: nämlich die für die mündliche Bilanzbuchhalter-Prüfung nach neuer Prüfungsordnung. Denn die Bedeutung der mündlichen Schlussprüfung ist mit der neuen Prüfungsordnung erheblich gestiegen – gleichzeitig bestehen, wie schon zu Beginn der letzten Prüfungsordnung, wieder erhebliche Unklarheiten, wie die Regelungen umzusetzen sind und welche Empfehlungen sinnvoll wären, um eine möglichst einheitliche Prüfungsdurchführung zu gewährleisten. Zu hoffen bleibt, dass es nicht wieder sechs Jahre dauern wird. Einen Vorschlag dazu lesen Sie ab .

Beste Grüße

Christoph Linkemann

Fundstelle(n):
BBK 2018 Seite 445
[DAAAG-83591]

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