Dokument Zeitpunkt der Gewinnrealisation bei Vergütungsvorschüssen eines bilanzierenden Insolvenzverwalters - Vergleich mit Abschlagszahlungen für Werkleistungen eines Architekten nach HOAI

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NWB Nr. 9 vom 29.02.2016 Seite 634

Zeitpunkt der Gewinnrealisation bei Vergütungsvorschüssen eines bilanzierenden Insolvenzverwalters

Vergleich mit Abschlagszahlungen für Werkleistungen eines Architekten nach HOAI

Claudia Schmudlach

Insbesondere zur Sicherung seiner Vergütung hat der Insolvenzverwalter nach § 9 der insolvenzrechtlichen Vergütungsverordnung (InsVV) die Möglichkeit, mit Zustimmung des Insolvenzgerichts einen Vorschuss auf seine Vergütung und Auslagen zu entnehmen (LG Stuttgart, Urteil vom 15. 8. 2000 - 10 T 149/00). Nach dem BGH-Urteil vom 16. 10. 2014 - IX ZR 190/13 CAAAE-79501 ist es nach Ansicht des Verordnungsgebers insbesondere Berufsanfängern nicht zumutbar, länger als ein halbes Jahr auf ihre Vergütung zu warten und dabei noch die Auslagen aus eigenen Mitteln aufzubringen. Sofern das Insolvenzverfahren länger als sechs Monate dauert oder besonders hohe Ausgaben erforderlich sind, soll entsprechend die Zustimmung erteilt werden. Der nachfolgende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob die Vergütungsvorschüsse nach § 9 InsVV bei bilanzierenden Insolvenzverwaltern zum Bilanzstichtag gewinnwirksam als Entgelt für bereits erbrachte Leistungen zu erfassen oder erfolgsneutral als erhaltene Anzahlung auf noch nicht vollständig erbrachte Leistungen zu passivieren sind. Darüber hinaus befasst sich der Beitrag mit den Parallelen zur aktuellen Rechtsprechung bezüglich der Behandlung von Abschlagszahlungen für Werkleistungen der Architekten nach HOAI (s. BFH-Urteil vom 14. 5. 2014 - VIII R 25/11, BStBl 2014 II S. 968).

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