Kapitel 4: Einbringung in eine Kapitalgesellschaft, §§ 20, 22 und 23 UmwStG
Jahrgang 2015
Auflage 3
ISBN der Online-Version: 978-3-482-61903-8
ISBN der gedruckten Version: 978-3-482-58503-6

Onlinebuch Lehrbuch Umwandlungssteuerrecht

Dokumentvorschau

Lehrbuch Umwandlungssteuerrecht (3. Auflage)

Kapitel 4: Einbringung in eine Kapitalgesellschaft, §§ 20, 22 und 23 UmwStG

4.1 Lex specialis zu § 16 EStG

4.1.1 Begriff der Einbringung

592Die Einbringung ist aus ertragsteuerlicher Sicht ein entgeltliches (tauschähnliches) Geschäft – Übertragung/Erwerb des Sachwertes gegen Erlangung/Begebung neuer Gesellschaftsanteile (, BFH/NV 2010 S. 2072 Nr. 11 m. w. N.). Bei der Einbringung i. S. d. § 20 UmwStG besteht die Leistung der einen Seite (des Einbringenden) in der Übertragung eines Betriebs, eines Teilbetriebs oder eines Mitunternehmeranteils in eine Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft (Rechtsträgerwechsel) und die Gegenleistung (der übernehmenden Gesellschaft) in der Gewährung neuer Gesellschaftsanteile (vgl. Rdn. 20.01 UmwStE). Es handelt sich um Veräußerungs- und Anschaffungsvorgänge auf der Basis eines synallagmatischen Vertrages. Der Wert des übertragenen (Teil-)Betriebs oder Mitunternehmeranteils spiegelt sich im Wert des „dafür“ erhaltenen neuen Gesellschaftsanteils wider. § 20 Abs. 1 UmwStG verwendet hierfür den Begriff der „Sacheinlage“, der damit im umwandlungssteuerrechtlichen Sinne seine Bestimmung erhält. Zum näheren Verständnis der Grundstruktur des § 20 UmwStG sollte man sich zunächst folgenden Sachverhalt vorstel...

Erwerben Sie das Dokument, um den gesamten Inhalt lesen zu können.
;

Diese Website verwendet ausschließlich funktionale Cookies,

die notwendig sind, um den vollen Funktionsumfang unseres Datenbank-Angebotes sicherzustellen.
Lesen Sie auch unsere Datenschutzerklärung!

Cookies akzeptieren