Dokument Rückstellungen in der Steuerbilanz

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infoCenter (Stand: Januar 2019)

Rückstellungen in der Steuerbilanz

Frank Zeidler und Sonja Mißbach

1. Überblick und Ansatz

Das Maßgeblichkeitsprinzip besagt, dass die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung in der Handelsbilanz auch für die Aufstellung der Steuerbilanz gelten. Entsprechend dem Grundsatz muss der Bilanzierende seine Rechnungslegung grundsätzlich nach den handelsrechtlich geltenden Bestimmungen erstellen. Allerdings wurde in § 5 Abs. 1 EStG seit 2009 folgende Einschränkung verankert:

...es sei denn, im Rahmen der Ausübung eines steuerlichen Wahlrechts wird oder wurde ein anderer Ansatz gewählt.

Somit ist das Maßgeblichkeitsprinzip zum großen Teil weggefallen. Das Steuerrecht kennt jedoch zunächst keinen vom Handelsrecht abweichenden Rückstellungsbegriff. Besteht ein handelsrechtliches Rückstellungsgebot, so ist auch steuerrechtlich grundsätzlich eine Rückstellung zu bilden. Allerdings enthält das Steuerrecht zahlreiche Durchbrechungen dieses Grundsatzes.

Vor Inkrafttreten des BilMoG gab es handelsbilanziell zahlreiche Wahlrechte, Rückstellungen zu bilden, z. B. Aufwandsrückstellungen. Für die Steuerbilanz galt hierbei jedoch ein Passivierungsverbot.


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Rückstellungen nach § 249 HGB
Handelsrechtlich muss eine Rückstellung gebildet werden
Handelsrecht...

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