Dokument Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (HGB, EStG)

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infoCenter (Stand: Oktober 2019)

Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (HGB, EStG)

Falco Hänsch

1. Definition

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind in der Handelsbilanz grundsätzlich mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- oder Herstellungskosten auszuweisen. Diese Abschreibungen sind auf die Geschäftsjahre zu verteilen, in denen der Vermögensgegenstand voraussichtlich genutzt werden kann (§ 253 Abs. 3 HGB). Es handelt sich um eine an den Verhältnissen des Einzelfalles zu treffende Prognose. Kann die voraussichtliche Nutzungsdauer eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstandes ausnahmsweise nicht verlässlich geschätzt werden, sind planmäßige Abschreibungen auf die Herstellungskosten über einen Zeitraum von zehn Jahren vorzunehmen (§ 253 Abs. 3 Satz 3 HGB). Entsprechendes gilt für entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte (§ 253 Abs. 3 Satz 4 HGB). Weitergehende Regelungen enthält das HGB nicht.

Für den Ausweis in der Steuerbilanz sind bei abnutzbaren Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens im Regelfall die Anschaffungs- oder Herstellungskosten gleichmäßig auf den Zeitraum der Nutzung zu verteilen. Diese Absetzungen (= Absetzung für Abnutzung, AfA) bemessen sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (§ 7 Abs. 1 Satz 1–2 EStG). ...

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