Dokument Instandhaltungsrücklage

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infoCenter (Stand: September 2019)

Instandhaltungsrücklage

Uwe Ritzkat

I. Definition

Unter „Instandhaltungsrücklage” sind die im Rahmen einer ordnungsmäßigen Verwaltung von Wohnungseigentum und im Interesse der Gesamtheit der Wohnungseigentümer anzusammelnden Beiträge zur Instandhaltung und Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums nach dem Wohnungseigentümergesetz (WEG) zu verstehen. Im Zusammenhang mit diesen Pflichtbeiträgen nach dem WEG stellen sich steuerlich verschiedene Fragen, z.B. nach dem Werbungskostenabzug, der Versteuerung von Zinseinnahmen oder bei Veräußerungen von Eigentumswohnungen.

II. Rechtliche Grundlagen

  • Ansammlung einer angemessenen Instandhaltungsrückstellung (umgangssprachlich „Instandhaltungsrücklage”) gem. § 21 Abs. 5 Nr. 4 WEG zur Instandhaltung und Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums

  • Pflicht zur Zahlung von Vorschüssen im Rahmen des beschlossenen Wirtschaftsplanes (als Teil des zu leistenden Wohngeldes), in den u.a. die Beiträge der Wohnungseigentümer zur Instandhaltungsrückstellung aufzunehmen sind (§ 28 Abs. 1 Nr. 3, Abs. 2 WEG)

  • Die Beiträge werden Teil des Verwaltungsvermögens der Wohnungseigentümergemeinschaft, an dem der einzelne Wohnungseigentümer anteilig als Eigentümer beteiligt ist.

  • Der Verwalter ist berechtigt und verpflichtet, diese gemeinschaftlichen Gelder zu...

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