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BÜRO Nr. 12 vom Seite 8

Kalkulieren mit Deckungsbeiträgen

Dipl.-Kfm., Dipl.-Hdl. Bernt Schumacher; Reinbek

Die Deckungsbeitragsrechnung gehört neben der Vollkostenrechnung zu den wesentlichen Systemen der Kostenrechnug in der betrieblichen Praxis. Sie liefert nicht nur das Instrumentarium zur Ermittlung des optimalen Produktions- und Absatzprogramms, sondern ist auch bestens geeignet, um markt- und kostengerecht zu kalkulieren. Das gilt sowohl für Industrie als auch Handel. Es bieten sich – wie wir sehen werden – hierzu mehrere Kalkulationsverfahren an.

Grundlagen

Erinnern wir uns zunächst an einige Grundbegriffe und ihre Bedeutung.

Die Differenz zwischen dem Verkaufspreis (p) und den variablen Stückkosten (kv ) wird als Deckungsspanne (d) bezeichnet.

Deckungsspanne

= Verkaufspreis – variable Stückkosten

= d = p – kv

Sind die variablen Stückkosten kleiner als der Verkaufspreis, dann besitzt das Produkt eine positive Deckungsspanne. Sie gibt an, wie viel an dem jeweiligen Erzeugnis – unter Vernachlässigung seiner anteiligen Fixkosten – „verdient“ wird. Damit sagt sie aus, wie hoch der Verkaufspreis eines Erzeugnisses sein muss, damit seine variablen Stückkosten gedeckt werden. Aber nicht nur eine positive Deckungsspanne für seine Produkte ist das preispolitische Ziel des Unternehmens, sondern...