BFH Beschluss v. - XI B 97/01

Gründe

Die Beschwerde ist als unzulässig zu verwerfen. Sie wurde nicht innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist begründet.

Gemäß § 116 Abs. 3 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) ist die Nichtzulassungsbeschwerde innerhalb von zwei Monaten nach der Zustellung des vollständigen Urteils zu begründen. Die Begründungsfrist kann von dem Vorsitzenden auf einen vor ihrem Ablauf gestellten Antrag um einen weiteren Monat verlängert werden. Eine weitere Verlängerung ist nicht gesetzlich zulässig (, BFHE 196, 56, BStBl II 2001, 768).

Danach lief die verlängerte Beschwerdebegründungsfrist im Streitfall am ab. Da der Beschwerdebegründungsschriftsatz vom beim BFH erst am einging, wurde die Beschwerde nicht fristgerecht begründet.

Den Klägern und Beschwerdeführern (Kläger) kann auch keine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach § 56 FGO gewährt werden. Dabei kann offen bleiben, ob den Klägern Wiedereinsetzung deswegen gewährt werden könnte, weil sie sich hinsichtlich der rechtlichen Möglichkeit einer weiteren Fristverlängerung unverschuldet in einem Irrtum befunden haben. Nachdem ihr Antrag auf weitere Fristverlängerung mit Schreiben vom , zugestellt den Klägern am , abgelehnt worden war, lief die zweiwöchige Wiedereinsetzungsfrist des § 56 Abs. 2 FGO am ab. Der Antrag auf Wiedereinsetzung (einschließlich Beschwerdebegründung) ging erst am beim BFH ein, und war damit verspätet. Da der Kläger und Klägervertreter im Verfahren XI B 96/01 am eine im Wesentlichen wortgleiche Beschwerdebegründung abfassen und absenden konnte, ist auch nicht glaubhaft gemacht, dass ihm dies im streitgegenständlichen Verfahren aus gesundheitlichen Gründen unmöglich gewesen ist.

Der Beschluss ergeht mit Kurzbegründung (§ 116 Abs. 5 Satz 2 FGO).

Fundstelle(n):
PAAAA-67995