Gesetzgebung | Grundgesetzänderung für Grundsteuer (hib)
Der Bund soll die Gesetzgebungskompetenz für die Grundsteuer
erhalten. Dies fordert der Bundesrat in dem von ihm eingebrachten Entwurf eines
Gesetzes zur Änderung des Artikels 105 des Grundgesetzes (BT-Drucks.
18/10751). Ziel des Gesetzes ist es, dem Bund die
konkurrierende Gesetzgebungskompetenz für die Grundsteuer und damit auch für
die zur Grundsteuer gehörenden Bewertungsfragen ausdrücklich zu übertragen.
Wie der Bundesrat erläutert, wollen die Länder eine Reform der Grundsteuer auf Grundlage eines Bundesgesetzes erreichen. Dabei soll ein völlig neues Bewertungsverfahren geschaffen werden.
Ob dem Bund dafür die konkurrierende Gesetzgebungskompetenz zustehe, werde teilweise angezweifelt, heißt es in der Begründung. Eine Gesetzgebungskompetenz des Bundes sei aber wünschenswert, um die Vollzugs- und Befolgungskosten in Grenzen zu halten.
Mit der Änderung des Grundgesetzes werde diese Kompetenz ausdrücklich übertragen. Die Länder sollen nach dem Willen des Bundesrates die Kompetenz zur Festlegung der Steuermesszahlen bei der Grundsteuer erhalten.
Quelle: hib - heute im bundestag Nr. 8 (il)
Fundstelle(n):
MAAAF-89903