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StuB Nr. 2 vom Seite 41

GmbH-Mantelkauf bei entgeltlichem Forderungserwerb

WP/StB Prof. Dr. Wolf-Dieter Hoffmann, Freiburg

I. Zur Historie

Die Finanzverwaltung hat zu diesem Themenkomplex offensichtlich das Kriegsbeil noch nicht begraben. Es geht um ein nach allen Erfahrungen des Verfassers in Deutschland wenigstens bis 2008 weit verbreitetes Gestaltungsmodell. Dieses hatte aus Sicht des Fiskus einen höchst negativen Beigeschmack, weil es entstandene Verluste einer Kapitalgesellschaft in steuerfreie Vermögensvereinnahmungen ummünzte. Die Finanzverwaltung wollte im Jahr 2004 durch BFH-Urteil dem Spuk ein Ende bereiten.

Der I. BFH-Senat hat indes in einem Gerichtsbescheid – vereinfacht ausgedrückt – das Modell bestätigt. Die Finanzverwaltung wollte durch zunächst beantragte mündliche Verhandlung ein Urteil erwirken, hat dieses Begehr dann allerdings nicht weiter verfolgt und das Ergehen eines Urteils durch Abhilfebescheid verhindert. Streitgegenständlich war in diesem Fall die Besteuerungsebene einer GmbH, also die körperschaftsteuerliche Seite des Modells. Zuvor hatte aus der Sicht der Gesellschafter und damit der Einkommensteuersphäre der IV. BFH-Senat in einem recht komplizierten Sachverhalt die Rechtsauffassung der Finanzverwaltung bestätigt. Man konnte von einer (nic...

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