BBK Nr. 14 vom Seite 641

Bilanzierung und Buchung von Investitionszuschüssen

Christoph Linkemann | verantw. Redakteur | bbk-redaktion@nwb.de

Wahlrechtsausübung in Handels- und Steuerrecht

In der betrieblichen Praxis besteht zur Förderung bestimmter unternehmerischer Entscheidungen häufig die Möglichkeit, von öffentlichen oder privaten Einrichtungen Zuschüsse zu erhalten. Hierdurch soll dann die Anschaffung bestimmter Wirtschaftsgüter begünstigt werden. Andere Zuschüsse dienen dazu, einen betrieblichen Aufwand zu kompensieren und es zum Beispiel zu ermöglichen, tatsächlich kostendeckend zu kalkulieren. Sanierungszuschüsse für notleidende Unternehmen sind ein weiteres Beispiel. Für die Bilanzierung bestehen dabei keine expliziten gesetzlichen Regeln, so dass sich im Laufe der Zeit eine vielfältige Kasuistik herausgebildet hat. Karl Broemel und StB Dr. Volker Endert nähern sich im Buchführungs-Seminar diesem Thema aus einem steuerlichen Blickwinkel und beziehen auch die Umsatzsteuer mit ein. Im Aufsatzteil widmet sich Roland Köhler stärker der Bilanzierung in Handels- und Steuerrecht und geht anhand eines Buchungsbeispiels auf die unterschiedliche Wahlrechtsausübung nach direkter und indirekter Methode ein.

Im vorletzten [i]Graumann, Cashflow als Spitzenkennzahl der Jahresabschlussanalyse, BBK 12/2014 S. 563 NWB WAAAE-66974 Heft hatte Prof. Dr. Mathias Graumann den Cashflow als Spitzenkennzahl vorgestellt und begründet, inwieweit diese Kennzahl robuster gegen Bewertungsveränderungen ist als die bilanziellen Kennzahlen. Nachdem das DRSC nun mit DRS 21 die fachliche Grundlage der Kapitalflussrechnung erneuert und den bisherigen Standard grundlegend überarbeitet hat, zeigt Prof. Dr. Graumann in diesem Heft, wie sich die Berechnungen der Cashflow-basierten Kennzahlen in einem durchgängigen Fallbeispiel auswirken.

Die Besteuerung [i]Buchungen und außerbilanzielle Konsequenzen nachträglicher Kaufpreisanpassungen von Beteiligungenvon Erlösen aus dem Halten oder dem Verkauf von Beteiligungen gehört zu den komplizierten Themen im Rahmen der Körperschaftsteuererklärung. Die Rechtsprechung zu § 8b KStG beispielsweise ist nicht unbedingt intuitiv anwendbar, so dass die Erläuterung dieser BFH-Entscheidungen anhand eines überschaubaren Praxisfalls häufig ein sinnvoller Weg ist. VRiFG Bernd Rätke, BBK-Herausgeber, hat für diese Ausgabe seiner Praxisfälle zum Unternehmensteuerrecht das ausgewählt. In dem Sachverhalt ging es um einen in der Praxis häufig wiederkehrenden Fall, nämlich eine nachträgliche Anpassung des Kaufpreises. Die erforderlichen Buchungen und außerbilanziellen Kürzungen oder Hinzurechnungen zeigt sein Beitrag ab Seite 680.

Beste Grüße

Christoph Linkemann

Fundstelle(n):
BBK 2014 Seite 641
NWB NAAAE-68746