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StuB Nr. 20 vom Seite 771

Der Einfluss des Maßgeblichkeitsprinzips auf den Stetigkeitsgrundsatz in der Handelsbilanz

Aufwertung der Stetigkeit nach BilMoG

Prof. Dr. Wolfram Scheffler und Dipl. iur. oec. Sebastian Binder

Der Stetigkeitsgrundsatz hat durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) eine Aufwertung erfahren. Zum einen wird der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit nicht mehr als Soll-Vorschrift formuliert, sondern als Muss-Vorschrift (§ 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB) . Zum anderen wurde die Ansatzstetigkeit normiert (§ 246 Abs. 3 Satz 1 HGB). Welche Bedeutung die stärkere Betonung des Stetigkeitsgrundsatzes für die Handelsbilanz hat, hängt u. a. davon ab, wie die Maßgeblichkeit der handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) für die steuerliche Gewinnermittlung interpretiert wird. In diesem Zusammenhang haben sich durch die Aufhebung der umgekehrten Maßgeblichkeit und den Übergang von der formellen zur materiellen Maßgeblichkeit gleichfalls konzeptionelle Veränderungen ergeben.

Scheffler, Neuinterpretation des Maßgeblichkeitsprinzips, StuB 2010 S. 295 NWB GAAAD-41102

Kernfragen
  • Welche Bedeutung hat das Maßgeblichkeitsprinzip für den Stetigkeitsgrundsatz in der Handelsbilanz?

  • In welchen Situationen darf aufgrund von steuerlichen Zielen von der Ansatz- und Bewertungsstetigkeit abgewichen werden?

  • Bei welchen handelsrechtlichen Normen können Abweichungen vom Stetigkeitsgrundsatz mit steuerlichen Ziele...

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