Besitzen Sie diesen Inhalt bereits, melden Sie sich an.
Alternativ nutzen Sie Ihren Freischaltcode.

Dokumentvorschau
Niedersächsisches Finanzgericht Urteil v. - 7 K 192/09, 7 K 193/09

Gesetze: GrEStG § 1 Abs. 1 Nr. 1

Grunderwerbsteuer auf künftige (umsatzsteuerbelastete) Bauerrichtungskosten

Leitsatz

  1. Ein Bauerrichtungsvertrag (Werkvertrag), der im Zusammenhang mit dem Erwerb eines unbebauten Grundstücks (Kaufvertrag) abgeschlossen wird und der für den Bauherrn eine USt-Belastung auslöst, unterliegt regelmäßig nicht der GrESt (gegen ständige Rechtsprechung des II. BFH-Senats – vgl. , BStBl II 2005, 220; v. II R 49/04, BStBl II 2006, 269; Beschl. v. II B 15/04, BFH/NV 2005, 723 u. v. II B 153/05, BFH/NV 2006, 2129).

  2. Der Bauerrichtungsvertrag ist kein Grundstückskaufvertrag, sondern ein selbstständiger Werkvertrag über einen erst noch herzustellenden Gegenstand, der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses noch nicht existent ist.

  3. Da die Verpflichtung zur Ausführung der Bauerrichtungsleistungen in § 1 GrEStG nicht als steuerbarer Vorgang bezeichnet ist, fällt hierfür keine GrESt an, sondern allein USt.

Auf diese Entscheidung wird Bezug genommen in folgenden Verwaltungsanweisungen:

Auf diese Entscheidung wird Bezug genommen in folgenden Gerichtsentscheidungen:

Fundstelle(n):
FAAAE-03054

Testen Sie kostenfrei eines der folgenden Produkte, die das Dokument enthalten:

NWB MAX
NWB PRO
NWB Betriebswirtschaftliche Beratung
NWB Erben und Vermögen
Steuern mobil