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StuB Nr. 8 vom 23.04.2010 Seite 295

Neuinterpretation des Maßgeblichkeitsprinzips

Beurteilung des BMF-Schreibens zu den Auswirkungen des BilMoG für die steuerliche Gewinnermittlung

Prof. Dr. Wolfram Scheffler
Kernfragen
  • Welchen generellen Inhalt hat nach Auffassung der Finanzverwaltung das Maßgeblichkeitsprinzip nach der Änderung des § 5 Abs. 1 Satz 1 EStG durch das BilMoG?

  • Welche Ausnahmen bestehen dabei?

  • Welche konkreten Auswirkungen hat dies auf Herstellungskosten, planmäßige Abschreibungen, Teilwertabschreibungen, Bilanzierung von Pensionsrückstellungen und Bewertungsvereinfachungen?

Im hat die Finanzverwaltung einen Übergang von der formellen auf die materielle Maßgeblichkeit vollzogen. In diesem Beitrag wird untersucht, welche Veränderungen sich aus der geänderten Interpretation des Maßgeblichkeitsprinzips auf in der Praxis bedeutsame Geschäftsvorfälle ergeben. Dabei zeigt sich: Die Auswirkungen beschränken sich nicht auf steuerliche Wahlrechte. Vielmehr treten im Detail noch weitere Abweichungen gegenüber der bisherigen Handhabung auf. Im Einzelnen werden betrachtet: Herstellungskosten, planmäßige Abschreibungen, Teilwertabschreibungen, Bilanzierung von Pensionsrückstellungen sowie Bewertungsvereinfachungen .

IV C 6 – S 2133/09/10001 NWB HAAAD-40121

I. Allgemeine Änderungen

Nach § 5 Abs. 1 Satz 1 1. Halbsatz EStG haben Gewerbetreibende,...

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