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NWB direkt Nr. 39 vom Seite 1000

Halbabzugsverbot bei Veräußerungs- und Aufgabeverlusten nach § 17 EStG

Martin Hilbertz

[i]Ausführlicher Beitrag s. NWB LAAAD-28104 Nach dem NWB HAAAD-27732 ist der Abzug von Erwerbsaufwand (z. B. Betriebsvermögensminderungen, Anschaffungskosten oder Veräußerungskosten) im Zusammenhang mit Einkünften aus privaten Kapitalbeteiligungen nach § 17 Abs. 1 und 4 EStG jedenfalls dann nicht durch das Abzugsverbot nach § 3c Abs. 2 Satz 1 EStG begrenzt, wenn der Steuerpflichtige keinerlei durch seine Beteiligung vermittelte Einnahmen erzielt hat.

Verwaltungsauffassung

[i]Verwaltung: Anwendung auch im VerlustfallNach Ansicht der Verwaltung ist das Halbabzugsverbot des § 3c Abs. 2 Satz 1 EStG auch im Verlustfall anzuwenden. Denn der Gesetzgeber habe mit dem Verweis auf die nach § 3 Nr. 40 EStG hälftig steuerbefreiten Einnahmen lediglich die Unabhängigkeit der Einnahmen von den Ausgaben in zeitlicher Hinsicht regeln wollen, nicht aber das Erfordernis, dass im konkreten Fall überhaupt Einnahmen anfallen müssten. Vielmehr sei der Gesetzgeber von einer Geltung des Halbabzugsverbots in allen Fällen ausgegangen, in denen mit der jeweiligen Beteiligung die abstrakte Möglichkeit der Einnahmenerzielung verbunden sei. Eine Privilegierung der Verlustfälle sei aber nicht beabsichtigt gewesen.

BFH zur Anwendung von § 3c Abs. 2 EStG auf Veräußerungsverluste

[i]BFH: Keine Einnahmen, keine hälftige Befreiung, kein HalbabzugsverbotDer vorgenannten Handhabung in Verlustfällen ist der BF...

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