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KI-Einsatz in der operativen Prüfungspraxis
Wunsch und Wirklichkeit
Seit dem Aufkommen generativer Sprachmodelle konzentrieren sich Erörterungen zur zeitgemäßen Prüfungstechnik fast ausschließlich auf diesen Zweig artifizieller Informationsverarbeitung. Präsentationen demonstrieren einem staunenden Publikum die Leistungen digitaler „Alleskönner“: Nach dem Hochladen von Texten, PDF-Dokumenten, Bildern oder Tabellen entstehen in kürzester Zeit sinnvolle Antworten, teils inklusive Berechnungen, Zusammenfassungen oder neu erzeugter Inhalte. Dieser magisch anmutende Prozess legt einen unmittelbaren Einsatz in prüferischen Abläufen nahe. Praktische Erfahrungen zeichnen anschließend jedoch meist ein deutlich nüchterneres Bild: Dokumente werden nur unvollständig erfasst, Zusammenfassungen fokussieren sich auf Nebenaspekte, Datenanalysen verlaufen im elektronischen Nirwana oder enthalten fehlerhafte Rechenoperationen. Was, so fragen sich ratlose Anwender, sind die Gründe?
Erfolgreiche Einsatzstrategien generativer KI-Sprachmodelle im Bereich Abschlussprüfung müssen deren Arbeitsweise und inhärente Restriktionen berücksichtigen.
Ohne besondere Anpassungen können sie ad hoc und dialogorientiert nur bei einfachen p...