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StuB Nr. 4 vom Seite 1

Bilanzierung von Verschmelzungen …

Dipl.-Ök. Patrick Zugehör | Verantw. Redakteur | stub-redaktion@nwb.de

... Anmerkungen zu IDW ERS FAB 42

Die vom IDW entwickelten Stellungnahmen zur Rechnungslegung bei Umwandlungen (RS 41 - 43) genießen in Theorie und Praxis der Bilanzierung große Beachtung. Im Gefolge des UmRUG überarbeitet das IDW seine einzelnen Stellungnahmen; die Stellungnahme zum Formwechsel liegt bereits vor. Mit IDW ERS FAB 42 legt das IDW nun die zentrale Stellungnahme vor, ist die Verschmelzung doch die „Mutter“ aller Umwandlungen. Anders als bei IDW RS FAB 41 steht im Zentrum der Neuerungen von IDW ERS FAB 42 nicht die Bilanzierung bei grenzüberschreitender Verschmelzung, da IDW RS HFA 42 bereits Ausführungen zur Bilanzierung bei grenzüberschreitender Verschmelzung enthält, die nahezu unverändert übernommen werden. Aufmerksamkeit verdienen vielmehr die zahlreichen Neuerungen in IDW ERS FAB 42, die (teilweise) in einem neuen Gliederungspunkt der Stellungnahme „7. Sonderfragen“ konzentriert sind. Es sind dies die:

  • Bilanzierung von In-Sich-Geschäften,

  • Verschmelzung mehrstufiger Konzerne,

  • Ketten-Verschmelzungen,

  • Bilanzierung bei Existenz eines Gewinnabführungsvertrags sowie

  • Bilanzierung bei Nachteilsausgleich.

Diese stehen im Mittelpunkt des Beitrags von Prof. Dr. Peter Oser .

Überblick über relevante Gesetzesänderungen zum Jahreswechsel und darüber hinaus

In ihrem ersten Jahr hat die schwarz-rote Koalition eine durchaus beachtliche steuerpolitische Agenda abgearbeitet. Dr. Andreas S. Bolik, Roland Nonnenmacher und Niklas Gallenschütz geben einen Überblick über unternehmensteuerrelevante Gesetzesänderungen zum Jahreswechsel 2025/2026. Im Rahmen der Unternehmensbesteuerung sind die Änderungen zur degressiven AfA, die Abschaffung der Lizenzschranke ab dem VZ 2025 sowie die Erhöhung des Schwellenwerts in § 6b Abs. 10 EStG bedeutsam. Einen Schwerpunkt hat der Koalitionsvertrag im Bereich der Besteuerung von Arbeitnehmern gelegt. Des Weiteren gibt der Beitrag einen Ausblick auf geplante Gesetzesvorhaben, wie z. B. die vorgesehenen Änderungen bei der Grunderwerbsteuer.

Bilanzielle Qualifikation von Handgeldzahlungen im Profifußball

Handgeldzahlungen sind ein beliebtes und inzwischen weit verbreitetes Mittel im Profifußball anlässlich des Abschlusses oder der Verlängerung des Arbeitsvertrags mit dem Spieler. Neben den fixen und erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteilen kommt Handgeldern eine immer größer werdende ökonomische Bedeutung zu. Aktueller Anlass des Beitrags von Prof. Dr. Franz Jürgen Marx ist das beim BFH anhängige Verfahren IX R 33/23 zur bilanziellen Qualifikation von Handgeldzahlungen, das den konkreten Besteuerungskonflikt löst und über den Einzelfall hinaus wesentliche Erkenntnisse zur Auslegung des prinzipiengeleiteten Bilanzrechts entwickelt.

Bleiben Sie zuversichtlich!

Patrick Zugehör

Fundstelle(n):
StuB 4/2026 Seite 1
RAAAK-10202