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Bilanzielle Qualifikation von Handgeldzahlungen im Profifußball
Grundlagen, aktuelle Entwicklung und Steuerwirkungen
Der Beitrag befasst sich mit der bilanziellen Abbildung von Handgeldzahlungen und ordnet diese in verschiedene Konstellationen ein. In bilanzieller Hinsicht kommt neben dem sofortigen Abzug als Betriebsausgabe die Aktivierung als immaterielles Wirtschaftsgut oder die Einstellung in einen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Betracht. Eingegangen wird auch auf ein beim BFH anhängiges FG-Verfahren zur Qualifikation von Handgeldzahlungen. Zusätzlich werden in dem Beitrag die damit verbundenen Steuerwirkungen betrachtet.
Bonnecke/Wallbruch, Besonderheiten der handelsrechtlichen Bilanzierung von Profifußballspielern, StuB 17/2024 S. 655, NWB FAAAJ-73737
Wie sind bislang Handgeldzahlungen in der höchstrichterlichen Finanzrechtsprechung bewertet worden?
Welche Auffassung vertritt das FG München in einem aktuellen Fall?
Wie ist die Ansicht des FG München zu bewerten?
I. Problemstellung
[i]Schiffers/Feldgen, Bilanzierung des exklusiven Nutzungsrechts an einem Lizenzspieler im Profisport, StuB 13/2015 S. 500, NWB OAAAE-93821 Handgeldzahlungen sind ein beliebtes und inzwischen weit verbreitetes Mittel im Profifußball anlässlich des Abschlusses oder der Verlängerung des Arbeitsvertrags mit dem Spieler. Neben den fixen und erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteilen kommt Handgeldern eine immer größer werdende ökonomische Bedeutung zu. In deutlichem Kontrast dazu steht die fehlende langfristig motivierende Wirkung und die Förderung von opportunistischem Verhalten der Spieler. Die Signing Fee, die meist Topspielern vorbehalten ist, stellt das Gegenteil einer Erfolgsklausel dar. Sie ist für den Spieler risikofrei und allein an den Abschluss des Arbeitsvertrags geknüpft. Ihre Bemessung hängt einerseits von der fußballerischen Qualität des Spielers und andererseits von der Ablösesumme ab. Darüber hinaus werden anlässlich des Vertragsabschlusses oder der Vertragsverlängerung oftmals Provisionen an Berater gezahlt.
Auch wenn im Folgenden Handgeldzahlungen im Profifußball im Mittelpunkt der Betrachtung stehen, darf nicht übersehen werden, dass dieses Phänomen ebenfalls in anderen Profisportarten existiert, neben Spielern auch Trainer und Club-Manager betreffen kann und überdies bei der Rekrutierung von Top-Führungskräften in der Wirtschaft generelle Bedeutung hat, so dass sich eine große Breitenwirkung ergibt.