Suchen Barrierefrei

Besitzen Sie diesen Inhalt bereits, melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.

Dokumentvorschau
StBB Nr. 1 vom Seite 12

Steuerstundungsmodell: Zur Rolle des Gründungsgesellschafters und zur Relevanz von Verlusten aus der Inanspruchnahme eines IAB

Ein Steuerstundungsmodell i. S. von § 15b Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 EStG kann auch vorliegen, wenn die prognostizierten Verluste auf der Inanspruchnahme eines Investitionsabzugsbetrags gem. § 7g Abs. 1 EStG beruhen. Entsprechende Verluste sind auch bei der Berechnung der „Nichtaufgriffsgrenze“ des § 15b Abs. 3 EStG zu berücksichtigen.

I. Sachverhalt

Die Klägerin ist eine im Jahr 2012 gegründete GmbH & Co. KG. Komplementärin der Klägerin war die nicht am Gewinn und Verlust beteiligte V-GmbH. Alleinige (Gründungs-)Kommanditistin der Klägerin war die B GmbH & Co. KG (Beigeladene). Der Gesellschaftsvertrag der Klägerin sah vor, dass das Kapital durch die Aufnahme weiterer Gesellschafter bis zu einem bestimmten Betrag erhöht werden sollte. Hierzu wurde ein Anlegerprospekt aufgelegt, der den potentiellen Anlegern für die Anfangsjahre steuerliche Verluste prognostizierte. Im Jahr 2013 traten weitere Kommanditisten bei. Das Finanzamt (FA) ging von einem Steuerstundungsmodell aus. Es behandelte den im Streitjahr 2012 entstandenen und der B-GmbH & Co. KG zugerechneten Verlust, der überwiegend aus der Inanspruchnahme eines sog. Investitionsabzugsbetrags (IAB) gem. § 7g Abs. 1 EStG resultierte, als nur mit zukünftigen Gewinnen verrechenbar.

D...