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ESRS 2.0 – die Vorschläge der EFRAG vom Dezember 2025
Überblick und kritische Würdigung
Anfang Dezember 2025 übermittelte die EFRAG ihre Vorschläge für sogenannte „simplified ESRS“ an die EU-Kommission. Damit soll einer wichtigen Zielsetzung der Omnibus-Initiative Rechnung getragen werden: Nämlich der Vereinfachung der inhaltlichen Berichtspflichten, die CSRD-pflichtige Unternehmen zu erfüllen haben. Die Arbeiten der EFRAG erfolgten unter hohem Zeitdruck und waren begleitet von kontroversen Diskussionen. Dies ist den nunmehr vorliegenden Standard-Entwürfen auch anzumerken, da sie oftmals noch unausgegoren sind. Wie im vorliegenden Beitrag dargelegt wird, sind die Vorschläge der EFRAG von nicht immer befriedigenden Kompromissen geprägt. Die Debatten werden daher im EU-Endorsementverfahren weitergeführt werden müssen – und zukünftige Anwender sollten einstweilen zurückhaltend agieren.
Die Vorschläge der EFRAG zu den sogenannten „simplified ESRS“ sehen v. a. eine massive Kürzung der geforderten Datenpunkte vor.
Inhaltlich wird einerseits die Flexibilität für Unternehmen erhöht, andererseits steigt aber auch der Auslegungsbedarf und damit die Notwendigkeit für Unternehmen, selbst schlüssige Zugänge zu entwickeln.
Die EU-Kommission kann die EFRAG-Vorschläge nun weiter modifizieren; mit den finalen Texten der „ESRS 2.0“ ist daher erst für die Jahresmitte 2026 zu rechnen.