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Pensionsverpflichtungen in Sanierung und Restrukturierung
Einordnung, Bilanzmechanik und Lösungswege ohne Liquidität
Pensionsverpflichtungen gehören im deutschen Mittelstand seit Jahrzehnten zu den weit verbreiteten Gestaltungsinstrumenten der Geschäftsführerversorgung und Mitarbeiterbindung. Solange sich Unternehmen wirtschaftlich stabil entwickeln, werden die daraus entstehenden Pensionsrückstellungen zwar zur Kenntnis genommen, aber selten als akutes Risiko verstanden. In Krisen- und Sanierungssituationen zeigt sich jedoch regelmäßig ein anderes Bild: Die Pensionsverpflichtungen sind nicht selten einer der maßgeblichen Überschuldungstreiber eines Unternehmens. Nach den Erfahrungen des Autors sind viele dieser Pensionsverpflichtungen historisch bedingt so entstanden, dass sie in der heutigen Bilanzlogik nur schwer beherrschbar sind. Bei Pensionszusagen an Gesellschafter-Geschäftsführer wurden diese häufig von Versicherungs- bzw. Produktvermittlern konzipiert und in Verbindung mit dem Abschluss einer Rückdeckungsversicherung umgesetzt.
Die handelsbilanzielle Pensionsrückstellung nach § 253 HGB bildet den Barwert der erdienten Pensionsverpflichtungen ab. Sie reagiert sensibel auf die Entwicklungen des marktüblichen Rechnungszinses, der biometrischen Parameter...