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Europäische Regulatorik
Präventiver Umgang mit Krisen und Non-Performing Exposures
Europäische Regulatorik stärkt den präventiven Umgang mit Krisen und Non-Performing Exposures (NPEs): Die EU hat mit CRD V/VI, CRR III und der Restrukturierungsrichtlinie 2019/1023 einen einheitlichen, präventiven Rahmen geschaffen, der sowohl die Sanierungsfähigkeit von Unternehmen als auch die Stabilität des Bankensektors fördern soll. Ziel ist es, notleidende Risikopositionen frühzeitig zu erkennen und aktiv abzubauen. Zudem verändert der präventive Restrukturierungsrahmen (StaRUG) die Sanierungspraxis grundlegend. Mit der Umsetzung der EU-Restrukturierungsrichtlinie in deutsches Recht wurde ein rechtlich abgesicherter Mechanismus geschaffen, um Unternehmen vor einer Insolvenz außergerichtlich zu stabilisieren. Frühwarnsysteme, Sanierungspläne und gerichtliche Schutzinstrumente ermöglichen eine rechtzeitige und flexible Krisenbewältigung.
Banken stehen unter verschärften Anforderungen im Umgang mit NPEs: Die EZB-Leitlinien und die CRR verpflichten Institute, Strategien und Abbaupläne für notleidende Kredite zu entwickeln. Eine passive Haltung ist nicht mehr akzeptabel. Kreditinstitute müssen frühzeitig restrukturieren, Forbearance-Maßnahmen prüfen und ggf. Engagements am Se...