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BBK Nr. 2 vom Seite 65

Die Kunst der dynamischen Amortisationsrechnung

Beate A. Blechschmidt | Verantw. Redakteurin | bbk-redaktion@nwb.de

Die Amortisationsrechnung gehört wohl mit zu den am häufigsten eingesetzten Verfahren der Investitionsrechnung. In einer Studie von PwC unter 120 Unternehmen zur Frage der Anwendung verschiedener Verfahren der Investitionsrechnung aus dem Jahr 2010 wurden die statische und die dynamische Amortisationsrechnung von mehr als der Hälfte der befragten Großunternehmen eingesetzt. Erst einmal kein Wunder – die Frage „Wann hat sich die Investition bezahlt gemacht?“ ist in der Praxis schließlich von hoher Relevanz. Aber in welchen Fällen ist die Amortisationsrechnung denn eigentlich die richtige Wahl?

Grundsätzlich wird unter Amortisation der Zeitpunkt verstanden, zu dem die Investitionssumme durch die periodischen Rückflüsse vollständig zurückgewonnen wurde (Pay-back). Die dynamische Amortisationsrechnung geht dabei einen Schritt weiter als die statische Variante: Sie berücksichtigt den Zeitwert des Geldes, indem nicht die Einzahlungsüberschüsse kumuliert werden, sondern deren Barwerte. Sie gilt daher als methodisch fundierter Ansatz und wird insbesondere bei längerfristigen Investitionsentscheidungen eingesetzt.

Gleichwohl kann auch die dynamische Amortisationsrechnung in der Praxis an ihre Grenzen stoßen. Prof. Dr. Michael Währisch zeigt in seinem Beitrag ab anhand von Problemstellungen der Wirtschaftlichkeits- sowie der Risikoanalyse auf, in welchen praktischen Situationen Investitionsentscheidungen ohne Einschränkungen auf der Basis der dynamischen Amortisation getroffen werden können und wann alternative Investitionsrechnungen besser geeignet sind.

Übrigens: Was genau die dynamische Amortisationsrechnung mit Kunst gemeinsam hat, enthüllt Prof. Dr. Michael Währisch gleich am Anfang seines Beitrags. Ich wünsche Ihnen viel Freude mit der Lektüre.

Herzliche Grüße

Beate Blechschmidt

Fundstelle(n):
BBK 2026 Seite 65
CAAAK-07901