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Kurzfassung zum Beitrag von Muche, LGDD 1/2026

Richtige Festsetzung der ersten Tätigkeitsstätte

Jan-Philipp Muche

Es liegen im Bereich des Lohnsteuerrechts erhebliche Unterschiede vor, ob ein Arbeitnehmer zu einer ersten Tätigkeitsstätte fährt oder ob der Angestellte sich auf einer anderweitigen beruflichen Fahrt befindet. Durch eine korrekte arbeitgeberseitige Zuordnung bzw. Bezeichnung der ersten Tätigkeitsstätte im Arbeitsvertrag entsteht die Möglichkeit, steuerfreie Zahlungen an die eigenen Arbeitnehmer zu leisten. Dies stärkt wiederum gerade in Zeiten des Fachkräftemangels die Zufriedenheit und Loyalität der Angestellten. Was bei der Zuordnung einer ersten Tätigkeitsstätte beachtet werden muss, damit im Rahmen einer Lohnsteuer-Außenprüfung keine Nachzahlungen auf die Unternehmen zukommen, wird im Beitrag erläutert.

I. Begriff der ersten Tätigkeitsstätte

Gemäß § 9 Abs. 4 Sätze 1 und 2 EStG hat ein Angestellter dort seine erste Tätigkeitsstätte, wo er von seinem Arbeitgeber

  • durch seinen Arbeitsvertrag,

  • durch Einzelvereinbarungen oder

  • durch vergleichbare Weisungen zugeordnet wurde.

Eine arbeitsrechtliche Zuordnung greift nur in den Fällen, in denen der Arbeitnehmer einer sog. ortsfesten betrieblichen Einrichtung zugeordnet wurde. Das bedeutet, dass eine Immobilie nur dann eine ...

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