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Kurzfassung zum Beitrag von Eiling/Keßeler, NWB-EV 10/2022 S. 317

Neue Gestaltungssicherheit bei der Vererbung von Familienheimen?

Dr. Astrid Eiling und Alexander Keßeler

In zwei kürzlich veröffentlichten Entscheidungen zur erbschaftsteuerlichen Befreiung von Familienheimen hat der BFH die Anforderungen an die Begriffe der Unverzüglichkeit der Aufnahme der Selbstnutzung durch einen erbenden Abkömmling (II R 6/21) sowie der zwingenden Gründe für die Aufgabe des Wohnsitzes im Rahmen des Nachversteuerungsvorbehaltes (II R 1/21) konkretisiert. Dabei hat das Gericht seine allgemein restriktive Entscheidungspraxis zum Verständnis von Privilegierungsregelungen jedenfalls mit Blick auf die Frage des Vorliegens zwingender Auszugsgründe fortgesetzt und weiter vertieft. Da beide Entscheidungen die Sachen an die Ausgangsgerichte zurückverwiesen haben, werden sich aus den folgenden Entscheidungen des FG Düsseldorf und des FG Münster ggf. weitere Erkenntnisse gewinnen lassen.

Kernaussagen

  • Der BFH hat in Fortsetzung seiner bisherigen Rechtsprechung die enge Auslegung der Steuerbefreiung von Familienheimen beim Erwerb von Todes wegen tendenziell verfestigt.

  • Zum Nachweis eines unverzüglichen Einzuges trotz Überschreitens der Sechsmonatsschwelle bedarf es einer lückenlosen Dokumentation der Renovierungsbemühungen, ohne dass ein ...

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