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infoCenter (Stand: Januar 2019)

Auslagenersatz

Udo Vanheiden

Geldbeträge, die der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber erhält, um sie für ihn auszugeben (durchlaufende Gelder) bzw. um die Auslagen des Arbeitnehmers zu ersetzen (Auslagenersatz), stellen steuerfreie Zuwendungen außerhalb des Arbeitslohns dar (§ 3 Abs. 1 Nr. 50 EStG). Während durchlaufende Gelder Erstattungen für zukünftige Ausgaben des Arbeitnehmers darstellen, werden mit dem Auslagenersatz bereits durch den Arbeitnehmer verauslagteBeträge abgerechnet. Der Arbeitnehmer erhält keine Zuwendungen zu seiner eigenen Verfügung, sondern erhält lediglich Beträge, die er für den Arbeitgeber verauslagt hat oder noch begleichen soll. Die Annahme von Auslagenersatz setzt voraus, dass kein eigenes Interesse des Arbeitnehmers an den Ausgaben bestanden hat. Kennzeichnend für den Auslagenersatz ist, dass der Arbeitgeber das Risiko der Ausgaben trägt. Da die Beträge nicht in den Verfügungsbereich des Arbeitnehmers gelangen, gehören sie nicht zum Arbeitslohn. Die Steuerbefreiung in § 3 Nr. 50 EStG hat insoweit nur klarstellende Bedeutung.

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