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NWB Nr. 18 vom 27.04.1998 Seite 1405

Ist eine GmbH überschuldet, so ist jeder ihrer Geschäftsführer gem. § 64 Abs. 1 GmbHG verpflichtet, ohne schuldhaftes Zögern, spätestens aber drei Wochen nach Eintritt der Überschuldung, die Eröffnung eines Konkurs- oder Vergleichsverfahrens über die GmbH zu beantragen. Die Verletzung dieser Pflicht wird gem. § 84 Abs. 1 Nr. 2 GmbHG mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren geahndet (die genannten Vorschriften sind auch beim Eintritt der Zahlungsunfähigkeit anzuwenden; insoweit werden diese Vorschriften hier jedoch nicht behandelt). Gleiches gilt gem. §§ 92 Abs. 2, 401 Abs. 1 Nr. 2 AktG für jedes Vorstandsmitglied einer Aktiengesellschaft. Daher besteht i. d. R. großes Interesse daran, die einmal eingetretene Überschuldung einer Kapitalgesellschaft möglichst zügig zu beseitigen.

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