Dokument Der Unterhalt für das volljährige Kind

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NWB Nr. 41 vom 06.10.2003 Seite 3221 Fach 19 Seite 3079

Der Unterhalt für das volljährige Kind

von Direktor des Amtsgerichts i. R. Heinrich Reinecke, Lehrte

Der andauernde hohe Stand der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik erfasst zunehmend auch Hochschulabgänger. Für diese stellt sich die Frage, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten sollen, wenn kein Vermögen vorhanden ist, auf dessen Erträge oder Stamm zurückgegriffen werden kann. Als Grundsatz gilt nach § 1601 BGB, dass Verwandte in gerader Linie verpflichtet sind, einander Unterhalt zu gewähren. Allerdings nimmt der Gesetzgeber hier feine Unterschiede vor und differenziert zwischen minderjährigen und volljährigen Kindern einerseits sowie zwischen privilegierten und nicht privilegierten volljährigen Kindern andererseits. Während bei Minderjährigen in der Regel ein Elternteil die tatsächliche Versorgung leistet und sich an der finanziellen Seite nicht zu beteiligen braucht, schulden bei volljährigen Kindern beide Eltern anteilig Unterhalt nach Maßgabe ihrer Einkommensverhältnisse. Das bedingt zum Teil komplizierte Berechnungen, die gesetzlich nicht geregelt, sondern von der Rechtsprechung bzw. den sog. Unterhaltsrichtlinien erarbeitet worden sind. Wie sich die Unterhaltsansprüche im Einzelnen errechnen, erläutert Direktor des AG i. R. H. Reinecke in dem Beitrag ”Der Unterhalt für das volljährige Kind” in NWB F. 19 S. 3079 ff.  

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