StuB Nr. 17 vom 11.09.2020 Seite 1

Wirecard und …

Dipl.-Ök. Patrick Zugehör | Verantw. Redakteur | stub-redaktion@nwb.de

... Treuhandverhältnisse im Jahresabschluss ...

Die Wirecard AG hat eingeräumt, liquide Mittel von 1,9 Mrd. € bilanziert zu haben, die es gar nicht gab. Die Mittel sollten auf Treuhandkonten in Manila liegen. In der Presse wird nun auch Kritik am Verhalten der Abschlussprüfer laut. Schüttler setzt in seinem einen anderen Fokus, nämlich auf die bilanzielle Abbildung von Treuhandverhältnissen an sich, da die Treuhand immer ein erhöhtes Risiko mit sich bringt, weil Zweck die Verschleierung sein kann. Welche Angaben müssen eigentlich ein nach HGB bilanzierendes Unternehmen und ein Abschlussprüfer im Prüfungsbericht zur Treuhand machen? Das Urteil ist eher ernüchternd. Daher die Forderung des Autoren: Über eine Treuhand müsse in Anhang und Prüfungsbericht berichtet werden. Dazu gebe es bislang nämlich keine Verpflichtung.

... bilanzanalytische Möglichkeiten zur Aufdeckung von Fraud

Der Wirecard-Skandal hat auch das Thema der Bilanzmanipulation wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Bonnecke/Schneider grenzen in ihrem gesetzeswidrige Bilanzmanipulation von rechtskonformer Bilanzpolitik ab, stellen hiernach typische Fälle von Bilanzmanipulationen vor und zeigen abschließend konkrete bilanzanalytische Möglichkeiten zur Aufdeckung von Bilanzmanipulationen auf.

ESEF-Umsetzungsgesetz

Für das kalenderjahrgleiche Geschäftsjahr 2020 müssen alle Unternehmen, die innerhalb der EU Wertpapiere emittieren, ihre jährlichen Finanzberichte in einem einheitlichen elektronischen Berichtsformat (ESEF) veröffentlichen. Hintergrund der Neuregelung des Berichtsformats ist die Steigerung der Vergleichbarkeit und Transparenz. Zwirner stellt das ESEF-Umsetzungsgesetz vor. Auch wenn auf den ersten Blick vergleichsweise wenige Unternehmen von den Neuregelungen durch das ESEF unmittelbar betroffen sind, dürfen künftige Ausstrahlungswirkungen auf nicht börsennotierte Unternehmen nicht unterschätzt werden.

Zur NWB Zeitschriften App

Und noch ein Hinweis in eigener Sache: Zum Jahresende 2020 wird die zu Ihrem Abonnement gehörende App „NWB Zeitschriften“ eingestellt und durch ein zeitgemäßes Zeitschriften-Angebot in Ihrem persönlichen Nachrichtenkanal für Fachinformationen, dem NWB Livefeed, abgelöst. Die neue Online-Leseansicht der Zeitschrift StuB auf dem NWB Livefeed bietet einen Zugewinn an Aktualität, Flexibilität und weitergehender Vernetzung: Egal ob PC, Smartphone oder Tablet, egal ob Android oder iOS – die neue Online-Leseansicht der Zeitschriften ist mit jedem Gerät nutzbar. Und mit dem PDF-Download geht es auch offline weiter. Über die Livefeed-Homepage (https://livefeed.nwb.de) können Sie die neue Livefeed-App in nur wenigen Schritten installieren (vgl. dazu den dieser Ausgabe). Achtung: Die bisherige App „NWB Zeitschriften“ wird technisch nicht mehr angepasst. Der Verlag kann daher zukünftig keine Gewähr dafür geben, dass die App insbesondere nach einem Update auf iOS/iPadOS 14 weiterhin zur Verfügung steht.

Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute!

Patrick Zugehör

Fundstelle(n):
StuB 17/2020 Seite 1
NWB QAAAH-57026

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