Dokument Finanzgericht Düsseldorf , Urteil v. 28.01.2020 - 10 K 2166/16 E

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Finanzgericht Düsseldorf  Urteil v. - 10 K 2166/16 E

Gesetze: EStG § 3c Abs. 2 Satz 1; EStG § 17 Abs. 1; EStG § 17 Abs. 2; EStG § 17 Abs. 4; EStG § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 7; EStG § 20 Abs. 2 Satz 2; EStG § 20 Abs. 4; EStG § 20 Abs. 6; EStG § 20 Abs. 8 Satz 1; EStG § 32d Abs. 2 Nr. 1 Satz 2; EStG § 32d Abs. 2 Nr. 1 Satz 2; HGB § 255 Abs. 1 Satz 2

Ausfall eines nicht eigenkapitalersetzenden Gesellschafterdarlehens – Verlustberücksichtigung bei den Einkünften aus Kapitalvermögen

Leitsatz

  1. Der endgültige Ausfall eines mit Einkünfteerzielungsabsicht gewährten, nicht eigenkapitalersetzenden Gesellschafterdarlehens eines wesentlich beteiligten GmbH-Gesellschafters führt zu einem steuerlich zu berücksichtigenden Verlust bei den Einkünften aus Kapitalvermögen.

  2. § 20 Abs. 8 Satz 1 EStG entfaltet insoweit keine Sperrwirkung zulasten des wesentlich beteiligten Gesellschafters.

  3. Bei der ausschließlich durch das Gesellschaftsverhältnis veranlassten Hingabe eigenkapitalersetzender Darlehen fehlt diese Einkünfteerzielungsabsicht.

  4. Soweit der Ausfall eigenkapitalersetzender Darlehen aufgrund der Berücksichtigung als nachträgliche Anschaffungskosten im Rahmen der Ermittlung des Auflösungsverlustes aus einer GmbH-Beteiligung gemäß § 3c Abs. 2 Satz 1 EStG nur zu 60 %, anzusetzen ist, kommt deshalb eine weitergehende Berücksichtigung des Darlehensausfalls bei den Einkünften aus Kapitalvermögen nicht in Betracht.

Fundstelle(n):
ZAAAH-45051

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