Dokument Der rauchfreie Arbeitsplatz

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NWB Nr. 45 vom 02.11.1992 Seite 3713 Fach 26 Seite 2397

Der rauchfreie Arbeitsplatz

von Assessorin Petra Oltmanns, Bielefeld

I. Einführung

Rauchen ist gesundheitsschädlich. Das Inhalieren, insbesondere von Zigarettenrauch, kann akut zu Schleimhautreizungen, Hustenanfällen und zum sog. Nikotinkater führen. Die Medizin hat sicher festgestellt, daß als Spätfolge des Rauchens vor allem eine wesentliche Erhöhung des Krebsrisikos zu verzeichnen ist. Trotzdem rauchen mehr als ein Drittel der erwachsenen Bundesbürger regelmäßig. Würden diese Menschen nun nur ihr juristisch anerkanntes Recht auf eigenverantwortliche Selbstgefährdung ausüben, so wäre das daraus resultierende Problem allenfalls eines der Volksgesundheit.

Die Wissenschaft hat aber inzwischen auch unwiderlegbar festgestellt, daß es für die Gesundheitsgefährdung grundsätzlich keinen Unterschied macht, ob der Betroffene die Zigarette selbst in Händen hält und den Rauch bewußt inhaliert oder ob sich nur in seiner Atemluft ein gewisses Maß an Tabakrauch befindet, den er gezwungenermaßen einatmet. Das sog. ”Passivrauchen” ist also gleichfalls gesundheitsschädlich (vgl. dazu Zapka, BB 1992 S. 1847 ff.). Ein großer Teil der Nichtraucher ist verständlicherweise nicht bereit, ähnliche gesundheitliche Risiken wie ein rauche...

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