Dokument Rechtsfragen der Verwaltung von Wertpapiervermögen durch Kreditinstitute

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NWB Nr. 22 vom 28.05.1996 Seite 1841 Fach 21 Seite 1225

Rechtsfragen der Verwaltung von Wertpapiervermögen durch Kreditinstitute

von Assessor Peter Balzer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Köln

Im Markt für Finanzdienstleistungen gewinnt die Vermögensverwaltung der Kreditinstitute zunehmend an Bedeutung. Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung ist das ständig wachsende Geldvermögen, das sich Ende 1995 auf rund DM 4 500 Mrd. belaufen hat (vgl. Blick durch die Wirtschaft v. 23. 1. 1996, S. 5). Ursache hierfür sind neben steigenden Einkommen auch Vermögensumschichtungen aufgrund von Erbschaften, fälligen Wertpapieren, Lebensversicherungen, Bausparverträgen und der Veräußerung von Grundbesitz, die allein bis zur Jahrtausendwende auf ca. DM 3 Billionen geschätzt werden (Jendralski/Oehlenschläger, Vermögensverwaltung und -betreuung, S. 25 f.). Auch die Internationalisierung der Kapital- und Finanzmärkte, ein ständig steigendes Angebot an Finanzanlagen sowie die zunehmende Komplexität der Anlageobjekte haben die Entwicklung des Dienstleistungssektors Vermögensverwaltung begünstigt, da infolge der erhöhten Anforderungen an das Vermögensmanagement viele Anleger die Entscheidungen professionellen Verwaltern übertragen.

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