IWB Nr. 22 vom 29.11.2019 Seite 1

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste

Nils Henrik Feddersen | Verantw. Redakteur | iwb-redaktion@nwb.de

[i]Noch gilt: Die Nachfrage regelt das AngebotÜbermorgen beginnt die schokoladenreiche Adventszeit. Auf eine kakaohaltige Spezialität müssen süße Zähne zum Jahresende verzichten. Mangels Nachfrage hat Dr. Oetker seine Schoko-Pizza wieder aus dem Sortiment gestrichen. Die Tiefkühl-„Pizza Dolce al Cioccolato“ mit dem kuchentypischen Belag wurde am mit großem Bohei eingeführt. Kein Aprilscherz! Doch nun ist schon wieder Schluss. Vielleicht muss man doch nicht alles am Markt testen. Der Markt ist ein effizientes Instrument zur Güterverteilung, aber er ist auch sehr streng.

[i]Wegzugsplanung für den Gesellschafter einer Holding„Ich bin dann mal weg“, gilt nicht nur für Wanderer auf dem Jakobsweg. Die Wegzugsberatung ist kein kurzlebiger Trend. Daher kennen viele Steuerberater den Wunsch besser gestellter Unternehmer, nach Süden zu ziehen. Helbing/Steffens/Streule/Zöller schildern ab das Beispiel eines Gesellschafters einer GmbH & Co. KG, der seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt. Es sind sorgfältige Vorüberlegungen notwendig, um die deutsche Entstrickungsbesteuerung zu vermeiden, aber auch eine Besteuerung im Zuzugsstaat – oder gar die Doppelbesteuerung – und möglichst auch die Sozialabgaben in der Schweiz. Der Beitrag zeigt die steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Implikationen eines solchen Wegzugsfalls auf.

[i]Vertragliche Klauseln für Force Majeure und HardshipsAuch für internationale Kauf- und Liefergeschäfte gilt: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste! Die Haftung für Sorgfaltspflichtverletzungen und Fragen des Schadensersatzes sind daher praktisch immer Bestandteil vertraglicher Absprachen. Es bietet sich angesichts der aktuellen internationalen wirtschafts- und sicherheitspolitischen Lage an, im Vorhinein auch Überlegungen zur Verteilung der Risiken für Fälle höherer Gewalt anzustellen. Naturkatastrophen, politische Unruhen oder ein Embargo können unvermittelt in Geschäfte hinein donnern. Dann können Force Majeure- und Hardship-Klauseln helfen, die entstehenden Schäden und Nachteile fair auszugleichen. Wichtige Gesichtspunkte dafür und einige Standards stellt Vorpeil ab vor.

[i]Anti Tax Avoidance Directive (ATAD) Kommentar wird Bestandteil Ihres Online-Themen-PaketsEs kommen aber nicht nur Dinge weg, bisweilen kommen auch neue hinzu: Ab Januar wird der ATAD-Kommentar von Hagemann/Kahlenberg Bestandteil Ihres Themenpakets NWB Steuern International sein. Die Umsetzung der EU-Vorgaben ist überfällig, doch blieben einige Fragen offen. So wird dieses Nachschlagewerk absehbar um wichtige praktische Hinweise (zunächst online) erweitert werden. Sie haben über die NWB Datenbank auf diese Inhalte im Rahmen Ihres Abonnements stets aktuellen Zugriff.

Ich wünsche Ihnen viele hilfreiche Erkenntnisse

Nils Henrik Feddersen

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IWB 22 / 2019 Seite 1
NWB NAAAH-35737

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