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NWB Nr. 31 vom 02.08.1999 Seite 2849 Fach 18 Seite 3679

Die Chancen und die Nachteile eines Börsenganges

von Prof. Dr. Harald Ehlers, Kiel

Ausgelöst vom Boom um die Telekom-Aktie nimmt die Nachfrage nach Aktien in Deutschland kontinuierlich zu. Der Anteil am Geldvermögen der privaten Haushalte stieg seit 1994 von 5,24 % auf 8,29 % in 1997 an. Das wird sich fortsetzen, denn gemessen am Anteil der Aktionäre an der jeweiligen Gesamtbevölkerung rangieren die Deutschen noch hinter den Spaniern, Franzosen und Finnen. Außerdem ist durch die Erbschaftswelle - bis zum Jahr 2002 gehen Werte von knapp 2 Bill. DM auf jüngere, börseninteressiertere Erwerber über - ein weiterer Schub zu erwarten. Analysten sagen für die nächsten zehn Jahre eine Verdoppelung des privaten Geldvermögens auf 15 % voraus. Dieser Trend wird unterstützt, wenn das deutsche System der Altersversorgung durch Pensions-Sondervermögen, wie im Dritten Finanzmarktförderungsgesetz vorgesehen, aber auch durch Pensionsfonds angelsächsischer Prägung ergänzt wird.

Ein Argument für den Kauf von Aktien ergibt sich aus dem langfristigen Renditevergleich von Aktien mit festverzinslichen Wertpapieren. Nach einer Studie von Stehle von der Humboldt-Universität Berlin (vgl. Börsenzeitung vom ) bezogen auf den Zeitraum 1948-1997 erzielte die ...

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