Dokument Bekämpfung der Schwarzarbeit

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NWB Nr. 21 vom 18.05.1992 Seite 1631 Fach 15 Seite 581

Bekämpfung der Schwarzarbeit

von Ministerialrat Dr. Hans-Theo Brecht, Bonn

I. Allgemeines

Für Schwarzarbeit ist immer Konjunktur. In Zeiten der Vollbeschäftigung geht der Anstoß von der Nachfrageseite aus, d. h. es werden ausführungswillige Personen für Arbeiten gesucht, für die legal arbeitende Unternehmer wegen ihrer hohen Auslastung nicht oder nur bei Inkaufnahme langer Wartezeiten zu gewinnen sind. In dieser Situation bietet sich Schwarzarbeit häufig als einzige Lösung an und wird, da weder dem legalen Arbeitsmarkt noch den Unternehmen Nachteile entstehen, allseits als Kavaliersdelikt toleriert. Nachteile erleidet dabei der Staat in Form hinterzogener Steuern, die Versichertengemeinschaft der gesetzlichen Sozialversicherung in Form hinterzogener Beiträge und Umlagen und die Rechtsordnung insgesamt durch die offene Duldung von Rechtsverstößen.

In Zeiten großer Arbeitslosigkeit geht der Anstoß zur Schwarzarbeit von der Angebotsseite aus, d. h. Arbeitslose, aber auch im Arbeitsverhältnis stehende Arbeitnehmer suchen nach Nebenverdienstmöglichkeiten. Für Arbeitslose ergibt sich aus dem Arbeitslosengeld und dem Verdienst aus Schwarzarbeit zusammengenommen in aller Regel ein höheres Einkommen, als sie es vorher aus dem vollen ...

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