Dokument Entgeltlicher Verzicht auf zu erwartenden Pflichtteil

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NWB Nr. 52 vom 23.12.2002 Seite 4423 Fach 10 Seite 1367

Entgeltlicher Verzicht auf zu erwartenden Pflichtteil

von Dipl.-Finanzwirt Bernhard Paus, Malterdingen

Pflichtteilsansprüche (§§ 2303 ff. BGB) entstehen u. a., wenn ein Kind enterbt wird, entweder durch testamentarische Regelungen oder indem der Erblasser sich innerhalb der letzten 10 Jahre vor dem Erbfall durch Schenkungen - weitgehend - vermögenslos macht (Pflichtteilsergänzungsanspruch gem. § 2325 BGB). Häufig sehen die Beteiligten (Erblasser, testamentarischer Erbe bzw. Beschenkter, Pflichtteilsberechtigter) es als sinnvoll an, die Frage des Pflichtteils bereits vor dem Erbfall einvernehmlich zu regeln. Das BGB erklärt in § 311b Abs. 5 solche Verträge unter künftigen gesetzlichen Erben für zulässig (während im Übrigen Verträge über den Nachlass eines noch lebenden Dritten gem. § 311b Abs. 4 BGB nichtig sind), verlangt aber eine notarielle Beurkundung.

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