Dokument Der Besteuerungszeitpunkt von Stock Options - - BFH-Urteil v. 20. 6. 2001 - VI R 105/99 -

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NWB Nr. 40 vom 01.10.2001 Seite 3325 Fach 6 Seite 4245

Der Besteuerungszeitpunkt von Stock Options

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von Rechtsanwalt Steuerberater PD Dr. Christoph Watrin, Düsseldorf/Köln

Durch die Trennung von Eigentum und Kontrolle in Publikumsaktiengesellschaften kann ein Interessenkonflikt zwischen den Anteilseignern und den angestellten Managern entstehen. Unter der Annahme asymmetrisch verteilter Informationen zwischen den Eigentümer-Prinzipalen und den Manager-Agenten empfiehlt die Agency-Theorie erfolgsabhängige Vergütungsverträge. Durch die Erfolgsbeteiligung sollen die Manager dazu angehalten werden, nur solche Aktivitäten auszuüben, die den Shareholder Value erhöhen. Bei den vielen möglichen Erfolgsindikatoren zeigen modelltheoretische und empirische Untersuchungen, dass der Einsatz von variablen Vergütungsbestandteilen auch zu Fehlsteuerungen führen kann. Mit der zunehmenden Popularität des Shareholder-Value-Gedankens ist deshalb der Marktwert des Unternehmens als zentrale Erfolgsmaßzahl in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Da eine Steigerung des Unternehmenswerts unmittelbar die Vermögensposition der Anteilseigner verbessert, hat diese Erfolgsmesszahl schnell an Bedeutung gewonnen (vgl. Winter, ZfbF 1998 S. 1120). Ausgehend von den USA hat sich immer stärker eine teilweise Entlohnung von Führungskräften anhand von Aktienoptionen, die an die Kursentwicklung anknüpfen, durchgesetzt. Gerade in den Boomjahren der New Economy schien eine Gewinnung von qualifiziertem Personal ohne die Ausgabe von Mitarbeiteroptionen kaum noch möglich (vgl. Leuner/Radschinsky, FB 2001 S. 362).

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