Dokument Die relative Schätzgüte des vereinfachten Ertragswertverfahrens – Eine empirische Analyse unter Berücksichtigung des AWH-Standards

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BFuP Nr. 3 vom 14.06.2019 Seite 295

Die relative Schätzgüte des vereinfachten Ertragswertverfahrens – Eine empirische Analyse unter Berücksichtigung des AWH-Standards

Dr. Markus Buchner und Univ.-Prof. Dr. Gunther Friedl, Technische Universität München

Für erbschaft- und schenkungsteuerliche Zwecke hat die Bewertung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) regelmäßig durch Rückgriff auf eine anerkannte Wertermittlungsmethode zu erfolgen. Fakultativ ermöglicht der Gesetzgeber auch die Anwendung des im Bewertungsgesetz normierten vereinfachten Ertragswertverfahrens. Dieser Beitrag geht der Frage nach, inwieweit mit dem gesetzlich kodifizierten Verfahren eine annähernde Bewertung im Vergleich zu einer wirtschaftsbereichsspezifischen Bewertungsmethode („AWH-Standard”) erreicht wird. Die Ergebnisse zeigen, dass das vereinfachte Ertragswertverfahren in ca. 98 % der Fälle zu einer den AWH-Unternehmenswert überschreitenden Bewertung führt. Diese Höherbewertungen können über 250 % betragen. Als wesentliche Erkenntnis ist daher festzuhalten, dass die gesetzliche Methode zu deutlich höheren Steuerbemessungsgrundlagen führt.

1 Einleitung

Den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) kommt volkwirtschaftlich ein bedeutendes Gewicht zu. In Deutschland beschäftigen KMU nicht nur 60 % aller tätigen Personen und tragen mehr als 47 % zur Bruttowertschöpfung bei, auch mehr als 99 % aller Unternehmen in der Bundesrepublik sind dieser Größenklasse zuzurechnen. Im All...

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